(LEBEN) Das war mein Jahr 2022

Mein Jahr 2022

Mal wieder ist ein Jahr vergangen und ich frage mich, wo die Zeit geblieben ist. Manchmal kommt es mir so vor, als würden die Tage schneller vergehen je älter ich werde. Gerade freute man sich noch über die ersten wärmenden Sonnenstrahlen im Frühling, schon holt man die Kisten mit Weihnachtsdeko wieder hervor und dann ist auch schon wieder alles vorbei. 2022 war nicht so ereignisreich wie 2021, hat es aber doch hier und da in sich gehabt. Wir haben, wie immer, das Beste aus allem gemacht, uns nicht unterkriegen lassen und die schönen Momente in vollen Zügen genossen. Unser Jahr 2022 in Kurzfassung Wie immer gab es gute und schlechte Momente. Wobei ich sagen muss, dass dieses Mal nur wenig wirklich Dramatisches passiert ist. Anfang des Jahres lief alles gut und reibungslos. Einen Kraftakt habe ich im Januar mit den letzten Arbeiten in der Wohnung meiner Mutter und der anschließenden Übergabe  hinter mich gebracht. Aber damit konnte ich das Thema abschließen und nach vorne blicken. Diese Wohnung war eine echte Herausforderungen, soooo viel Kram…. Das hat mich aber auch wieder darin bestärkt, meinem minimalen Weg weiter zu folgen und sogar noch mehr zu intensivieren. Im Frühjahr haben wir unseren Balkon auf Vordermann gebracht. Vor uns wurde anscheinend niemals der Holzboden richtig gereinigt und so habe ich eine Woche damit zugebracht, Moos und Schmutz von den Bohlen zu entfernen. Keine schöne Arbeit kann ich Euch sagen. Als Sonnenschutz gibt es nun auch ein Sonnensegel mit Seilspanntechnik. Eine Supersache, die ich für innenliegende unbedachte Balkone oder Terrassen nur wärmsten empfehlen kann! Neue Pflanzen haben auch ihren Platz gefunden und jetzt bin ich rundum zufrieden. Auch in unserem kleinen Garten hat sich noch etwas getan. Hier haben wir einen Pavillon mit Seilspannsegel auf der Terrasse montiert und einige neue Dekostücke in den Steinbeeten platziert. Ich glaube, jetzt ist hier alles komplett und wir werden unseren Outdoorbereich nächstes Jahr nur noch genießen. So schön und ruhig die erste Jahreshälfte verlief, kam es dann im Spätsommer leider wieder mal ziemlich dicke.  Im Juli mussten wir uns nach einem neuen Job für den Herzmann umschauen. Eigentlich hatten wir gedacht und gehofft, dass er in der letzten Firma bis zur Rente bleiben könnte. Das war leider nicht so, die Arbeitsbedingungen verschlechterten sich dermaßen, dass ein Jobwechsel unausweichlich war. Zum Glück fand er sehr schnell einen neuen Arbeitgeber und konnte Anfang September seinen neuen Job antreten. Der Jobwechsel beinhaltete jedoch auch, dass wir ein zweites Auto anschaffen mussten, da in der neuen Firma kein Firmenwagen gestellt wird. Auf dem Land sind wir leider auf einen fahrbaren Untersatz angewiesen, da die öffentlichen Verkehrsmittel eher unregelmäßig verkehren. Aber alles hat ja bekanntlich zwei Seiten und so sehr uns die zusätzliche Ausgabe auch geärgert hat, habe ich mir jetzt einen langgehegten Traum erfüllt. Ein Fiat 500 Cabrio. In dieses Auto habe ich mir schon verliebt, als es vor vielen Jahren auf den Markt kam, habe aber aus Gründen der Vernunft (zu teuer, zu wenig Platz) darauf verzichtet, es in Erwägung zu ziehen. Als Zweitwagen für Einkäufe und gelegentliche andere Fahrten ist es aber perfekt und ich freue mich jedes Mal, wenn ich es auf dem Parkplatz stehen sehe oder darin fahre. Es ist kein Neuwagen und er hat einige Kilometer runter, aber so top gepflegt, wie er ist, wird er mich die nächsten Jahre sicher treu begleiten. Leider war die Jobsituation des Herzmannes nicht das Schlimmste in diesem Jahr. Mit dem Tod meiner Schwiegermutter Anfang August kam der größte Schicksalsschlag. Bereits einige Monate vorher verschlechterte sich ihr gesundheitlicher Zustand nach einem Schlaganfall. Zusätzlich erhielt sie noch die Diagnose Parkinson. Bei jedem Besuch merkte ich, wie sie mehr der Lebensmut verließ. Ein letztes Mal haben wir einen schönen gemeinsamen Nachmittag zwei Wochen vor Ihrem Tod verbracht. Das hat sie noch sichtlich genossen und danach anscheinend für sich beschlossen, dass es jetzt genug sei. Einen Tag nach ihrem Geburtstag ist sie friedlich eingeschlafen. Mein Schwiegervater, dessen Alzheimer-Demenz weiter fortgeschritten ist, hat das Ganze zum Glück relativ gut verkraftet. Er sucht nicht nach ihr und vermisst sie auch nicht. Eine neue Aufgabe hat er in der Anlage und Pflege der Hochbeeten der Seniorenresidenz gefunden. Ich hoffe, dass er dazu noch länger in der Lage ist. Seine körperliche Konstitution ist bis auf die Verwirrtheit noch recht gut. Mein Blog bekam einen neuen Namen Zu guter Letzt gab es noch eine Veränderung auf meinem Blog. Nach reiflichem Überlegen kam ich zu dem Schluss, dass der Name Mrs. Squirrel nicht mehr zu mir passt und schreibe nun weiter unter The Organized Coziness. An den Inhalten ändert sich wenig, der Schwerpunkt wird zukünftig etwas mehr auf dem Bereich Interieur und Einrichtung liegen. Ideen und Vorhaben in unserer Wohnung für das kommende Jahr Für 2023 habe ich bereits ein paar Dinge in der Planung. Zum einen stehen einige Veränderungen in unserer Küche an. Es wird keine komplett neue geben, da die vorhandene zum einen zur Wohnung gehört und außerdem noch sehr gut erhalten ist. Farblich entspricht sie ebenfalls meinem Geschmack. Ausgetauscht werden die Arbeitsplatte, Spüle, Armatur und Abzugshaube. Außerdem habe ich mich für neue Griffe entschieden. Auch wird die Rückwand neu gestaltet. Da der Raum durch die Dachfenster sehr hell ist und ich dunkle Farben in Kombi mit dem vanillegelb sehr schön finde, haben wir uns für schwarz entschieden. Die Abzugshaube wurde bereits ersetzt und die Griffe habe ich auch schon getauscht. Nächsten Samstag kommen die Tischler und bauen den Rest ein. Ich freue mich schon sehr auf das Ergebnis und werde Euch, wenn alles fertig ist, darüber berichten. Das nächste große Vorhaben ist die Folierung unserer Bodenfliesen in Flur und Gäste-WC. Das Terracotta mag ich einfach nicht leiden, es hat mich am Anfang nicht so sehr gestört, aber mittlerweile kann ich es nicht mehr sehen. Außerdem passt es so gar nicht zum Rest der Wohnung. Da wir aber hier zur Miete wohnen und somit nicht einfach die Fliesen rausreißen können, habe ich lange über eine andere Lösung nachgedacht. Diese habe ich nun gefunden, die alten Fliesen werden

Guten Morgen Sonnenschein – Meine Routine für einen entspannten Start in den Tag

Morgenrituale

Jahrelang hatte ich eine feste morgendliche Routine. Bevor ich um 8:00 Uhr das Haus Richtung Büro verließ, war ich im Bad, habe einige Gymnastikübungen gemacht, anschließend gemütlich einen Kaffee getrunken und den Hund versorgt. Dafür stand ich eine Stunde früher auf als ich eigentlich musste, fand das aber überhaupt nicht schlimm, weil diese zusätzliche Zeit ganz alleine mir gehörte und ich es genoss. Auch mein Tagesablauf war strukturiert und geplant. Sicherlich gab es auch in dieser Zeit Stress und ungeplante Ereignisse, aber im Großen und Ganzen halfen mir meine Routinen und Strukturen nicht nur entspannter durch den Tag zu kommen, sie verhinderten eher, dass ich im Chaos versank. Dann veränderte sich mein Leben, krankheitsbedingt musste ich aufhören zu arbeiten und  fuhr nicht mehr jeden Tag in die Firma, sondern zu Ärzten und Therapien. Meine Routine habe ich etwas umgestellt, aber trotzdem beibehalten, zumindest in der ersten Zeit. Dann schlich sich langsam aber sicher der Schlendrian ein. Ich saß morgens länger im Bademantel auf dem Sofa, hatte schon mal das Laptop auf dem Schoß oder das Handy in der Hand. Dann schnell ins Bad, fertig machen, Hund Gassi und füttern, anschließend etwas planlos den Tag mehr oder weniger sinnvoll gestaltet. Plan oder Routine absolute Fehlanzeige. Das zog sich so über einige Zeit und ich wurde irgendwie immer planloser und unzufriedener. Selbst als ich anfing von zu Hause zu arbeiten, fand ich nicht zu meiner morgendlichen Routine zurück. Doch je länger dieser Zustand anhielt, desto mehr dachte ich an die früheren Zeiten zurück und wie motiviert ich in den Tag startete. Ich fing an, dieses Gefühl zu vermissen und nahm mir fest vor, etwas zu ändern. Wie das oftmals mit solchen Vorhaben ist, ging noch etwas Zeit ins Land bis ich mich endlich aufraffen konnte, wieder zu alten Strukturen zurückzufinden. Den endgültigen Anstoß gab dann eine liebe Freundin, die mir von den fünf Tibetern erzählte und gleichzeitig erwähnte, dass sie diese Übungen tatsächlich jeden Morgen machen würde. Ich war beeindruckt, interessiert und gleichzeitig neidisch auf ihr offensichtlich vorhandenes Durchhaltevermögen. Und, viel wichtiger, ich wollte das auch und zwar sofort! Seit ich wieder meine morgendliche Routine habe, bin ich am Tag viel leistungsfähiger Ich gebe zu, ich liebe Pläne und strukturierte Abläufe. So lag es nah, dass erst einmal ein morgendlicher Ablaufplan erstellt werden musste. Das hört sich jetzt aufwändiger an als es ist. Das, was notwendig ist, ergänzte ich einfach um das, was mir gut tut. Ich nenne das auch Selbstfürsorge, nämlich die Dinge zu zelebrieren, die einen glücklich machen. Und so entstand nicht nur eine Morgenroutine, sondern vielmehr ein kleines Ritual. „Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen Routine und Ritual: Bei der Routine schleichen sich bestimmte Gewohnheiten mit der Zeit ein. Wer dagegen einem Ritual folgt, hat sich bewusst für einen bestimmten Ablauf entschieden. Dieser Ablauf schafft Orientierung, Sicherheit und Struktur. Insbesondere Morgenrituale haben Auswirkungen auf die Motivation und Leistungsfähigkeit. Ein wacher Körper und Geist, der positiv eingestellt ist, startet aktiver in den Tag.“ Internetfund auf Berlitz.com Meine persönliche Morgenroutine Aufstehen, Kaffee und etwas Bewegung Nach dem Weckerklingeln kuschele ich ein bisschen mit unserer Fellnase, recke und strecke mich ausgiebig und stehe dann zügig auf, damit ich nicht in Versuchung komme länger liegen zu bleiben. Ich öffne die Fenster im Schlafzimmer um frische Morgenluft hereinzulassen. Anschließend trinke ich zusammen mit dem Herzmann einen großen Kaffee (ohne den geht gar nichts am Morgen) Nachdem er das Haus verlassen hat, gibt es für mich etwas Bewegung. Die Übungen der fünf Tibeter dauern ca. 15 Minuten und man merkt, dass man etwas getan hat. Direkt danach gehe ich ins Bad und starte meine Pflegeroutine. Den Anfang macht eine Ganzkörpermassage mit einer weichen Bürste, dann Gesichtsreinigung und Zähne putzen. Duschen tue ich nur kurz und creme mich anschließend ein. Für mein Gesicht benutze ich nur eine Augen- und Tagespflege (Make-up mag ich nicht) und für den Körper meine Lieblingsbodylotion.  Aufräumen, Gassirunde und Tagesplanung Vor Diegos kleiner Morgenrunde, mache ich die Betten und räume die Küche auf. Das ist mir wichtig, weil es einfach schöner aussieht und mich eine ordentliche Wohnung zusätzlich entspannt. Bevor ich endgültig in den Tag starte, gehe ich bei einem Cappuccino und einer Schale Müsli meine anstehenden Aufgaben und Termine durch. In meinem Kalender stehen die ToDos und Termine des Tages. Außerdem führe ich eine Liste mit Dingen, die ich „irgendwann“ einmal erledigen möchte. Ist an einem Tag noch freie Zeit vorhanden, plane ich die Erledigung einer solchen Aufgabe ein. Das hört sich jetzt alles sehr gewaltig an, nimmt aber insgesamt gerade mal eineinhalb Stunden in Anspruch. Und da ist die Gassirunde schon mit eingerechnet. Diese Zeit für mich (und Diego) nehme ich mir gerne und fühle mich danach gut gerüstet für den Tag. Die fünf Tibeter für ein gutes Gefühl am Morgen Sport gehört nicht zu meinen liebsten Tätigkeiten, das muss ich hier einmal unumwunden zugeben. Ich gehe viel und lange Spazieren, wofür Diego mir sehr dankbar ist, und bin mit dieser Art von Bewegung recht zufrieden. Eine meiner Freundinnen macht regelmäßig Yoga, ich bewundere sie dafür…   Schon länger habe ich überlegt, auch damit anzufangen, weil das etwas ist, was mir gefallen könnte. Leider gibt es bei uns auf dem Land keine Anfängerkurse in der näheren Umgebung. Aber Dank des Tipps meiner anderen Freundin habe ich nun eine echte Alternative gefunden. DIE FÜNF TIBETER sind eine Abfolge von Übungen, für die man nicht länger als 15 bis 20 Minuten benötigt und alle Muskeln auf sanfte Weise beansprucht. Man fängt mit wenigen Wiederholungen an und steigert sich langsam auf 15 x pro Übung. Das passt perfekt in meine Morgenroutine, weil es nicht so viel Zeit in Anspruch nimmt und ich habe in der ersten Woche bereits gemerkt, wie effektiv dieses Minitraining ist, denn es gab ordentlich Muskelkater. Wenn Ihr Euch dafür interessiert, findet Ihr die Beschreibung zu den Übungen u. a. hier auf Brigitte.de Finde heraus, welches Deine persönliche Routine ist Dein Morgen ist hektisch und unstrukturiert? Du stellst Deinen Wecker immer noch ein paar Minuten weiter und quälst dich

Was Minimalismus für mich bedeutet

Was Minimalismus für mich bedeutet

Das Wort Minimalismus ist ja seit einiger Zeit in aller Munde, wird im Internet sowie den Printmedien immer wieder aufgegriffen und quasi als DER ultimative Lebensstil oder DIE perfekte Lebenseinstellung angepriesen. Ohne darüber nachzudenken, dass ich offensichtlich am Puls der Zeit bin, aber mit dem guten Gefühl einer aufgeräumten und übersichtlich eingerichteten Wohnung, praktiziere ich dies schon seit vielen Jahren. Trotz der Übersichtlichkeit meiner Einrichtung ist es mir wichtig, dass die Räume dennoch eine Gemütlichkeit ausstrahlen und die Möbel alltagstauglich sind. Natürlich sieht es schön aus, eine große einzelne Vase in einem langen Flur mit Betonboden stehen zu haben und sonst nichts. Das einsame weiße Sofa auf geölten Holzdielen in einem riesigen Wohnzimmer macht bei Instagram viel her und trifft auch meinen Geschmack. Aber erstens habe ich keinen extrem langen Flur, geschweige denn einen Boden im Betonlook und bei unserem letzten cremefarbenen Sofa mussten wir die Sitzfläche mit einer Decke schützen, damit ich diese bei eventuellen Flecken in die Waschmaschine stecken konnte. Wir haben nun mal einen Hund, der auf der Couch liegen darf und auch wenn wir noch so sehr aufpassen, kleinere Malheure passieren selbst uns hin und wieder. Außerdem frage ich mich, wo lassen die Menschen in diesen Wohnungen denn Dinge, die sie brauchen. So ganz ohne Anrichten, Kommoden oder Schränke mit verschlossenen Türen könnte ich nicht wohnen. Mit den Jahren veränderte sich zwar mein Geschmack, aber der Hang zur „Leere“ und Farbharmonie ist geblieben. Wo ich heute eher Holz und Möbel in Natur- oder Grautönen mag, war es früher schwarz und weiß. Meine erste eigene Wohnung war bis ins letzte Detail in diesen Farben eingerichtet. Und mit akribisch meine ich, bis auf den grauen Velourteppich, wirklich ALLES monochrom. Sogar bei den Küchenutensilien gab es keine anderen Farben. Diese Liebe zum Detail habe ich heute noch, alles ist aufeinander abgestimmt. Bunte Bettwäsche? NEIN! Farbige Geschirr- oder Spültücher, die nicht zur Küche passen? NIEMALS! Alles wird passend zur Einrichtung ausgesucht und wenn es ewig dauert, das Perfekte zu finden, Kompromisse mache ich dabei nicht. Das ist mein Spleen und ich stehe dazu, auch wenn meine Freundinnen mich das eine oder Mal deswegen belächeln. Ihr glaubt gar nicht, wie glücklich es mich macht, wenn alles zusammen passt. Minimalismus bedeutet für mich nicht, dass ich nichts besitze oder auf alles verzichte Ich würde mich nicht als den klassischen Minimalisten bezeichnen. Es kommt mir nicht darauf an, dass ich keinen Besitz habe oder es nur maximal 100 Teile in meinem Leben gibt. Genauso wenig möchte ich auf mein Auto verzichten oder in einem Tiny House leben. Meine Intention liegt eher darin, nur Dinge aufzubewahren, die ich wirklich mag. Hinzu gesellen sich die Sachen, die im Alltag benötigt werden. Dabei achte ich aber darauf, nichts doppelt oder dreifach aufzubewahren oder für irgendwelche Eventualitäten vorzuhalten. In einem meiner letzten Beiträge habe ich bereits darüber geschrieben, warum ich kein Bett mit Stauraum haben möchte, denn je mehr Platz man zum Verstauen hat, desto mehr sammelt sich meiner Meinung nach an. Meine Handtasche ist bestückt mit den Dingen, die wirklich nötig sind (Geldbörse, Handy, Taschentücher, kleiner faltbarer Einkaufsbeutel und Kalender). Ich habe mich vor einiger Zeit für ein kleines Modell entschieden, damit sich dort auch nichts mehr ansammelt, was bei der vorherigen größeren immer mal wieder der Fall war. Im Badschrank stehen nur Pflegeutensilien, die ich tatsächlich verwende und ein Schmuckkästchen habe ich vor Jahren verschenkt, weil ich nur zwei Paar Ohrringe, drei Ringe und eine Uhr besitze. Der Inhalt des Kleider- und Schuhschranks ist übersichtlich. Ich besitze tatsächlich nur Kleidung, die ich wirklich trage. Dennoch werden beide mehrmals im Jahr nach Stücken durchforstet, die ich nicht mehr mag, kaputt sind oder einfach nicht mehr zu mir passen. Es gibt irgendwie immer das eine Kleidungsstück, welches man lange Zeit geliebt hat, aber plötzlich passt irgendetwas daran nicht mehr (und damit meine ich nicht eventuelle Gewichtsschwankungen). Ich gestehe, dass ich früher gerne Sachen aus oder mit Echtfell getragen habe. Zum einen mochte ich das weiche Gefühl eines Fellkragens oder einer Weste und fand den Look einfach schön. Heute hat sich meine Einstellung geändert, kein Tier soll mir mit seinem Haarkleid dazu verhelfen „schön“ angezogen zu sein. Und so habe ich schon vor einiger Zeit all diese Stücke aussortiert und gespendet. Das übrigens bedeutet für mich ebenfalls Minimalismus, das Hinterfragen von Gewohnheiten und Lebenseinstellungen. Nicht nur, dass ich auf bestimmte Dinge in meinem Leben bewusst verzichte, ich habe auch einige Abläufe von Grund auf verändert. War ich früher oft gestresst, weil ich 1000 Dinge noch „schnell“ erledigen wollte, plane ich meine Zeit heute anders und teile mir Aufgaben bewusster ein. Dadurch bin ich insgesamt ruhiger geworden und nehme viele Dinge viel bewusster wahr. Wichtig ist mir mittlerweile die Zeit mit lieben Menschen zu genießen als noch kurz die Wohnung zu wischen bevor eine Freundin kommt. Da backe ich dann lieber einen Kuchen für unser Kaffeetrinken. Ordentlich und normal sauber ist es bei uns immer, da kommt es mir mittlerweile auf ein Krümelchen in der Ecke nicht mehr an. Diesen mehr oder weniger minimalistischen Weg habe ich für mich gefunden, er funktioniert gut und ich fühle mich wohl damit. Ich denke mir, genau darauf kommt es auch an, dass man etwas für sich und seinen Lebensstil Passendes daraus macht und nicht in einen Art Vergleich oder Wettstreit, wer hat weniger oder mehr, gerät. Das bedeutet wieder Stress und hat mit dem eigentlichen Minimalismusgedanken nichts mehr zu tun. Teile diesen Beitrag Das könnte Dir auch gefallen: 1 Kommentar Maccabros20. August 2022 at 16:31 | Edit Weniger ist mehr, hoch leben die Modewörter, aber mitunter sind wir erstaunt mit wieviel weniger auch auszukommen ist… Antworten Schreibe einen Kommentar Antworten abbrechen Du bist angemeldet als theorganizedcoziness. Dein Profil bearbeiten. Abmelden? Erforderliche Felder sind mit * markiert Recipe Rating Message*  Ja, füge mich zu der Mailingliste hinzu! Δ Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Wohnen | Neuer Look im Homeoffice

Neuer Look im Homeoffice

(-Werbung/Affiliate Links-) Kennt Ihr das, wenn ein Raum eigentlich fertig eingerichtet ist, Euch aber irgendetwas stört? So ging es mir mit meinem Homeoffice. Dieses Zimmer ist nicht nur zum Arbeiten gedacht, sondern eher ein Multifunktionsraum. Neben meinem Arbeitszimmer nutzen wir ihn auch gleichzeitig als Gästezimmer. Manchmal bezeichne ich ihn auch liebevoll als meinen Hobby(t)raum, weil ich hier ungestört an meinem Blog schreiben, mein Strickzubehör verstauen und gemütlich mit Freundinnen auf dem Sofa lümmeln kann. Ich mochte mein Homeoffice, aber es war noch nicht optimal Erste Einrichtungsversuche nahm ich schon an unserem letzten Wohnort vor. Dort ergriff aus bisher unerklärlichen Gründen eine leicht angehauchte rosa Phase Besitz von mir. Was mich da geritten hat, weiß ich auch nicht genau. Das ist mir noch nie im Leben passiert, gefallen mir doch eher monochrome oder natürliche Farben. Den Anfang machte ein gestrickter Kissenbezug in Altrosa (die Wolle war bei meiner Mutter übrig und wegschmeißen wollte ich sie nicht). Danach nahm das (aus heutiger Sicht) Elend seinen Lauf.  Die Möbel zogen natürlich mit uns um und auch die rosa Akzente übernahm ich erst einmal in dieser Wohnung. Relativ schnell wurde mir klar, dass ich mit diesem Farbkonzept keinesfalls auf Dauer glücklich werden würde. Die rosafarbenen Dekostücke wurden bereits vor einem Jahr entfernt und durch Naturtöne ersetzt. Den Großteil der Möbel mochte und mag ich hingegen sehr. Meinen Sekretär beispielsweise hatte ich schon in Hamburg und möchte ihn auch nicht hergeben. Auch der Kleiderschrank entspricht nach wie vor meinem Geschmack, lediglich seine Türen sind in die Jahre gekommen und sehen nicht mehr wirklich schön aus. Die Umzüge haben ihnen relativ zugesetzt, so dass einige Ecken angeschlagen sind und auch die Oberfläche hat sich im Laufe der Jahre verfärbt. Die Bücherregale sind ebenso zeitlos wie neutral (wegen der geringen Tiefe habe ich die CD Regale von Ikea (*) für meine Bücher umfunktioniert) und den von meiner Freundin geerbten Schrank liebe ich. Und das nicht nur, weil das Lackieren einige Stunden an Arbeit gekostet hat. Er ist ein wahres Platzwunder und beherbergt nach wie vor alle unsere Akten und andere benötigte Dinge. Aber dann war da dieses Schlafsofa. Eigentlich mein Traumsofa, weil cremefarben und mit dicken großen Kissen. Ich hatte es vor einigen Jahren auf Ebay Kleinanzeigen als zu verschenken entdeckt und mich gefreut wie Bolle, genau dieses gefunden zu haben. Wir hatten das gleiche Modell in unserer Ferienwohnung auf Mallorca und schon dort habe ich es geliebt. Aber anscheinend gibt es aus dieser Reihe verschiedene Ausführungen, was ich nicht wusste. Bei diesem war die Sitzfläche so schmal, dass man nicht bequem darauf sitzen, geschweige denn gemütlich lümmeln konnte. Außerdem kam für mich noch hinzu, dass es doch eher zu einer Einrichtung im Landhausstil als zu unserer passt. Schließlich war klar, das gute Stück muss weg. Lange haderte ich mit mir und konnte mich nicht entscheiden, was ich stattdessen haben wollte. Die Qual der Wahl Sofa oder Sessel Eine Sitzgelegenheit, oder besser zwei, sollten es auf jeden Fall sein. Aber, wir haben selten bis gar keinen Übernachtungsbesuch, so dass ein Schlafsofa eigentlich nicht zwingend erforderlich ist. Meine kurzfristigen Favoriten war Sessel im minimalistischen skandinavischen Design. Eine Variante vom schwedischen Möbelhaus gefiel mir besonders gut. Ebenfalls in die engere Wahl kamen gemütliche Loungesessel mit hoher Lehne und kleinem Hocker für die Füße. Aber irgendwie konnte ich mich im Endeffekt doch nicht für diese Lösungen entscheiden. Mehrere einzelne Möbelstücke bringen meines Erachtens Unruhe in den Raum, wohingegen ein einzelnes aufgeräumter und gradliniger wirkt. Zu guter Letzt habe ich mich tatsächlich wieder für ein Klappsofa (*) entschieden. Als wollte es mir eine Entscheidungshilfe geben, sprang es mir beim Probesitzen eines Sessels quasi in den Weg. Und obwohl mir dieses Modell vorher noch nie „begegnet“ war, wusste ich, das ist es. Dieses Mal in ganz schlichtem Design und einem neutralen hellen Greige.  Da ich heile Möbel aber ungern einfach so entsorge, habe ich für das alte Sofa tatsächlich noch einen Liebhaber gefunden, der ihm ein neues Heim gegeben hat. Und der Erlös aus dem Verkauf hat das Neue sogar komplett finanziert. Besser geht es nicht! Kleine Veränderungen mit großer Wirkung Für den Schrank gab es in dem Zuge neue Türen (*) in schlicht weiß und Griffe aus Leder. Jetzt sieht er ohne großen Aufwand wieder aus wie neu und wird uns noch viele Jahre begleiten. Damit der Look einheitlich bleibt, bekamen Sekretär und Aktenschrank die gleichen Ledergriffe. Den Schubladenschrank hatte ich vor längerer Zeit bereits auf Ebay Kleinanzeigen entdeckt, er ersetzt die beiden Kallaxregale, welche in die Abstellkammer umgezogen sind. Bei der Deko bin ich den Naturtönen in Verbindung mit weiß treu geblieben und habe einige wenige Stücke neu arrangiert. Vasen liebe ich in allen Variationen Und so schaute ich in meinem Fundus, der teilweise aus Erbstücken besteht, nach den passenden Stücken. Da dieser Raum hauptsächlich in weiß eingerichtet ist, konnte ich alle Vasen, die woanders nicht passen, hier dekorieren. Meine Schneiderbüste passt mit dem selbst gestrickten Dreieckstuch aus Alpakawolle sehr gut in das neue Konzept und bildet mit dem Kaktus (der auf wundersame Weise immer noch lebt und sogar größer geworden ist) nun ein neues Arrangement. Zwei Dekostücke stechen immer noch heraus. Da sie aber mit viel Erinnerungswert verbunden sind, dürfen sie bleiben und geben dem Zimmer ein paar Farbtupfer. Den Buddha habe ich von einer lieben Freundin geschenkt bekommen und die bunte Bulldogge stand bei meiner verstorbenen Mutter im Wohnzimmerschrank. Sie erinnert mich an so manchen gemeinsamen Nachmittag und ich weiß auch noch genau, wie wir sie gemeinsam ausgesucht haben. Ich habe nicht viele Stücke aus ihrer Wohnung behalten, aber der kleine Porzellanhund musste bei mir einziehen. Die neuen Stücke und das andere Farbkonzept lassen den Raum völlig anders aussehen und ich bin rundum glücklich und zufrieden. Immer wieder fasziniert es mich, wie man mit relativ wenig Aufwand und ohne ein Vermögen zu investieren einen völlig neuen Look kreieren kann. Nicht nur deshalb mag ich zeitlose Möbel  mit klaren Linien und neutrale Farben. Diese wirken auch nach längerer Zeit nicht unmodern und man sieht es sich nicht so schnell über. Jetzt

Landlebenliebe

Landlebenliebe

Was bedeutet Landlebenliebe? Für mich das Gefühl angekommen zu sein, vereint mit tiefer Zufriedenheit und seelischer sowie körperlicher Entspannung. Vor sieben Jahren haben wir der großen Stadt Hamburg den Rücken gekehrt und uns für ein Leben auf dem Land in Schleswig-Holstein entschieden. Auch heute noch denke ich, das war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten. Anfangs fand ich die Idee, weit ab von dem quirligen Leben einer Großstadt zu wohnen, ohne Supermarkt, Eiscafé, Lieblingsrestaurants und Shoppingmöglichkeiten um die Ecke, schon etwas beängstigend. Würde es nicht langweilig sein, nur Felder, Wiesen, ein paar Tiere und immer die gleichen Menschen zu sehen? Wäre es zu einsam oder bin ich gar gezwungen, mich auf Teufel komm raus in die Dorfgemeinschaft zu integrieren und dort zu engagieren?  Ich mag Gespräche mit anderen Menschen und auch die Gesellschaft, aber nur in überschaubarer Dosierung. Meistens möchte ich meine Ruhe und niemanden außer den Herzmann und Diego um mich herum haben. Trotzdem ist es etwas anderes, aus dem Fenster zu schauen und andere Leute zu sehen oder eben nur Natur. Diesen Weg ging ich also wirklich mit sehr gemischten Gefühlen und dem Hintergedanken, wenn es nicht funktioniert, ziehen wir zurück in die Stadt. Landlebenliebe – Eine Liebe für’s Leben Diesen Hintergedanken habe ich sehr schnell verworfen! Schon nach kürzester Zeit genoss ich die Ruhe und grüne Landschaft um mich herum. Vermissen tat und tue ich nichts. Im Gegenteil, auch wenn die Wege nun weiter sind freue ich mich auf dem Rückweg aus der „Zivilisation“ immer auf unser entspanntes Dorfleben. Zurück in die Stadt ziehen möchte ich nicht mehr und dem Herzmann geht es genau so. Wir sind mittlerweile tief verwurzelt in „unserem“ Dorf, auch wenn wir überschaubare Kontakte zu den restlichen Bewohnern haben. Dadurch, dass wir am Ortsausgang (oder Eingang, je nachdem von wo man kommt) wohnen, sind Begegnungen seltener als in der Dorfmitte. Aber wenn ich auf andere Menschen treffe, ist es immer angenehm, herzlich und sehr entspannt. Auch das gefällt mir sehr gut, der freundliche Umgang miteinander. Hier hat man noch Zeit für einen kleinen Schnack und anschließend geht jeder seiner Wege, bis zum nächsten Mal. Man kennt und erkennt sich, was ja in der Stadt auch nicht immer so selbstverständlich ist. Und auch die Hilfsbereitschaft ist noch sehr viel ausgeprägter als in größeren Wohngebieten. Natürlich wird man auch hier begutachtet und beurteilt. Aber irgendwie anders. Es zählen nicht das große Auto oder ein Designertäschchen, sondern wie man sich gibt und verhält. Am Anfang etwas ungewohnt war das allgegenwärtige „Moin“. Auf dem Land grüßt Du nicht nur Menschen, die Du kennst, sondern jeden, den Du siehst. Das gibt selbst dem simplen Einkauf im Supermarkt etwas Persönliches. Das Landleben hat mich verändert Das heißt nicht, dass ich ein komplett anderer Mensch geworden bin, aber einiges ist schon anders. Mir geht es physisch besser. Warum das so ist, kann ich nicht genau sagen, vielleicht liegt es an der besseren Luft. Auf jeden Fall ist meine Lunge freier und auch mein Kreislauf hat sich stabilisiert. An meiner Haut merke ich die Veränderung sehr deutlich. Sie ist wesentlich klarer und reiner geworden. Falten habe ich trotzdem mehr bekommen, aber das ist mehr dem Älterwerden geschuldet 😉 Auch meine Psyche hat sich erholt. Die leichten Depressionsschübe, welche ich früher öfter hatte, haben deutlich nachgelassen und es gibt lange Phasen, in denen es mir einfach nur gut geht. Insgesamt bin ich wesentlich gelassener und entspannter. Auch, wenn ich hier von zu Hause aus arbeite, stresst mich alles sehr viel weniger als früher. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich einfach besser schlafe. Bei uns ist es so ruhig, dass wir wirklich jede Nacht das Fenster auflassen können. In Hamburg war das leider nicht möglich. Anscheinend tut mir der Sauerstoff gut. Und natürlich bin ich viel mehr draußen unterwegs, sei es im Garten oder mit dem Hund. Die Bewegung an der frischen Luft entspannt mich zusätzlich. Landlebenliebe ist auch die Liebe zur Natur Natur ist einfach etwas Wunderschönes! Ich hatte diese Liebe schon länger in mir, aber hier habe ich sie neu und komplett anders kennengelernt. Seit wir auf dem Dorf wohnen, erlebe ich jede Jahreszeit viel intensiver und quasi hautnah. Ich nehme alles ganz anders wahr. Wie sich z. B. am Ende des Sommers langsam die Blätter verfärben oder zu Beginn des Frühlings die ersten Knospen an den kahlen Ästen entstehen. Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich Bäume und Koppeln mit Pferden. Die Tiere gehören dem Bauern hinter unserem Haus. Wir dürfen sie füttern und eine unserer Lieblingsbeschäftigungen ist es, Sonntag Vormittag zu ihnen zu gehen und ihnen Brötchen, Möhren und Äpfel mitzunehmen. Auch sie verändern sich im Jahreszeitenwechsel. Ist das Fell im Sommer glatt und seidig, wird es zum Herbst immer dichter und im Winter schließlich sehen sie etwas strubbelig und fülliger aus. Die Gassirunden sind ebenfalls ein anderes Erlebnis als in der Stadt. Diego genießt es, durch die Wiesen zu streifen und ständig neue Fährten aufzunehmen. Und natürlich liebt er unseren Garten. In Hamburg hatten wir nur einen (wenn auch sehr großen) Balkon. Hier kann er richtig Hund sein und das Leben genießen. Besonders fasziniert mich auch immer noch die hier vertretene Tierwelt. Direkt vor unserer Tür suchen Störche die Wiesen nach Essbarem ab, ein Stückchen weiter haben sie ihr Nest, in das sie jedes Jahr zurückkehren. Auf unseren Spaziergängen sehen wir Rinder, Schafe und viele Pferde. Das war für Diego anfangs sehr aufregend, solche Tiere kannte er nicht und hat sie dementsprechend skeptisch betrachtet. Mittlerweile gehören sie zu seinem Alltag dazu und er freut sich immer seine neuen „Kumpel“ wiederzusehen. Ein paar Minuten entfernt befindet sich ein großes Naturschutzgebiet. Hier darf man die Natur auch als Mensch genießen. Im Frühjahr und Herbst begegnen uns hier regelmäßige größere Gruppen von Rehen. Ich finde es immer wieder wunderschön, diese Tiere so verhältnismäßig nah zu sehen. Wenn ich alles zusammenfasse, kann ich aus voller Überzeugung sagen, wir haben hier wirklich unsere bisher glücklichste Zeit und ich hoffe, wir können das alles noch sehr lange genießen. Ein Leben in

Stricken | Gästehandtuch und kleine Badematte

Gästehandtuch stricken

Endlich habe ich es einmal wieder geschafft, ein bisschen zu stricken. Bei uns war so viel los in letzter Zeit, dass andere Dinge immer Vorrang hatten und meine Nadeln ein wenig verwaist in der Schublade lagen. Wohnaccessoires stricken macht mir immer am meisten Spaß Bevor ich mich dazu durchringen kann, die Maschen für einen Pullover anzuschlagen, schaue ich lieber, was es für unseren Wohnbereich an Strickprojekten gibt. Leider ist es oft schon so gewesen, dass selbst gestrickte Kleidung am Ende nicht so aussah, wie ich es mir vorgestellt hatte bzw. an mir nicht so wirkte wie geplant. Dann war die Enttäuschung groß und viele Stunden Arbeit umsonst. Wohnaccessoires hingegen sind mir, bis auf einige wenige Ausnahmen, bisher immer gut geglückt. Ganz besonders liebe ich meine zahlreichen Hüllen für Vasen, Körbe oder Gläser. Mit einigen meiner Kissenbezügen habe ich Freundinnen beglückt, die sich sehr über die individuellen Designs gefreut haben. Einige kleine Veränderungen im Gäste-WC Schon länger hatte ich vor, unserem Gäste-WC eine etwas persönlichere Note einzuhauchen. Wir hatten vorher nie eines und so gab es auch keine Accessoires, die ich hätte einfach „hervorzaubern“ können. Die Ausstattung des Badezimmers war relativ einfach, da war alles vorhanden. Aber eben nur in einfacher Ausführung und für einen Raum ausreichend. Wir haben ein kleines Gäste-WC, das von Wand- und Bodenfliesen her völlig in Ordnung ist. Ich mag den hellen Terracottaton auch sehr gerne, besonders in der Kombination mit weiß. Was mir gar nicht gefiel waren der alte Spiegel und das Porzellanregal darunter. Das wirkte alles ein bisschen billig und oldschool. Der Spiegel hatte keinen Rahmen, sondern Metallhalter an der Ober- und Unterseite, außerdem war er an den Rändern schon etwas blind. Das sah nicht wirklich schön aus. Ich tauschte ihn gegen einen schlichten weiß gerahmten aus. Die Ablage schraubte ich ab und hatte Glück, dass der neue Spiegel die alten Bohrlöcher komplett abgedeckt, daher brauchte ich nicht spachteln. So sieht es gleich viel luftiger und schöner aus. Ebenfalls weichen musste die alte Armatur. Sie war viel zu klobig für das kleine Waschbecken. Da wir im großen Bad eine neue bekommen haben, konnte ich die alte (deutlich zartere) im Gäste-WC verwenden. Der schmale Schrank stammt aus dem Badezimmer unserer alten Wohnung und passt von der Tiefe perfekt auf den Vorsprung. Er beherbergt jetzt unsere Medikamente. Für den kleinen Raum brauche ich nicht viel Deko. Lediglich ein paar Dinge stehen jetzt auf dem Vorsprung über dem WC. Ich habe alles ganz bewusst in weiß gehalten, weil es so schön clean aussieht. Das Bild mit dem Spruch „Schön hier“ ist selbst gemacht. Ich hatte es in schwarzweiß und größerem Format einmal im Internet entdeckt und da es mir auf Anhieb gefiel, habe ich solange mit meinem Schreibprogramm gebastelt, bis die Proportionen stimmten und die Schriftfarbe zu dem Fliesenspiegel passte. Die Ecke neben dem WC sah etwas nackt aus, hier steht jetzt unsere große weiße Bodenvase. Die Äste habe ich beim Gassiegehen gesammelt und mit mattweißem Möbellack gestrichen. Badematte und Gästetuch Zu guter Letzt fehlten mir noch ein Gästehandtuch und eine Badematte. Ich hatte ich schon einmal eine Matte gestrickt, aber leider aus zu dünnem Baumwollgarn. Sie verzog sich immer und sah nach kurzer Zeit total lappig aus. Versuch macht ja bekanntlich klug und so entschied ich mich jetzt für ein Bändchengarn aus Baumwolle. Das Muster ist ein Knotenmuster, welches auf der Rückseite ganz glatt ist und auf der Vorderseite kleine Knötchen hat. Dadurch ist die Matte fest und verzieht sich nicht. Außerdem ist es ganz einfach zu stricken, es besteht aus rechten, linken und Hebemaschen. Das Gästetuch sollte auf jeden Fall die Farbe des Fliesenspiegels haben, damit es sich etwas von der weißen Wand abhebt. Eigentlich wollte ich nur weiße Streifen einstricken, hatte dann aber die Idee das Blütenmuster aus den Fliesen zu wiederholen. Es ist im Perlmutter aus reiner nicht mercersierter Baumwolle gestrickt. Das Austüfteln des Musters hat etwas Zeit in Anspruch genommen, aber im Endeffekt haben die Blüten jetzt zumindest eine gewisse Ähnlichkeit. Meine erste Idee war, das Einstrickmuster in Doubleface zu stricken. Ich fand es ganz hübsch, die Blüten auf der einen Seite in weiß und auf der anderen in terracotta zu haben. Diese Stricktechnik habe ich vorher noch nie ausprobiert. Es ist nicht schwer und hat auch ganz gut funktioniert. Aber irgendwie ist das Strickbild bei mir nicht gleichmäßig geworden, was bestimmt an der fehlenden Übung liegt. Das Gästetuch benutze ich zwar auch, aber das einfach gestrickte ist mein Favorit. Wenn Ihr in der Doubleface-Technik stricken möchtet, könnt Ihr die Strickschrift ebenfalls verwenden. Allerdings müsst Ihr dann für den Musterteil 20 Maschen extra zunehmen, da sich das Muster ansonsten zusammenzieht und schmaler ist als das restliche Gästetuch. Badematte stricken Material: 600 g Hobbii Ribbon 100 % Cotton, Color 02Stricknadeln Nr. 8 Maschenprobe: 15 M und 25 Reihen = 10 x 10 cm Maße: 60 x 60 cm Anleitung: 101 Maschen anschlagen und eine Reihe rechts verschränkt stricken. Anschließend im Knotenmuster weiter stricken. Muster:1. Reihe Randmasche, *1 M li., 1 M links abheben (Faden hinter der Arbeit weiterführen)* von * bis * wiederholen, 1 M li., Randmasche. 2. Reihe Randmasche, *1 M re. abheben (Faden vor der Arbeit weiterführen), 1 M rechts*, von * bis * wiederholen, 1 Randmasche. Die 1. und 2. Reihe stets wiederholen. Nach einigen Reihen seht Ihr, dass die eine Seite glatt und die andere noppig aussieht. Die noppige Seite ist die Oberseite. Wenn die gewünschte Höhe erreicht ist (bei mir waren das 150 Reihen) , alle Maschen rechts verschränkt fest abketten und die Fäden vernähen. Anleitung zum Download Gästetuch stricken Material: 100 g Hobbii Rainbow 100 % Baumwolle, Farbe 88 (Terrakotta)50 g Hobbi Rainbow 100 % Baumwolle Farbe weiß Stricknadeln Nr. 3 Maße: 30 cm breit, 50 cm lang 84 Maschen mit Terrakotta anschlagen und 30 Reihen im Perlmuster stricken. (1. Reihe 1 M re., 1 M li., 2. Reihe 1 M li., 1 M re., Reihen 1 und 2 wiederholen). Die erste und letzte Masche sind Randmaschen. 5 Reihen im Perlmuster in weiß stricken. 5 Reihen im Perlmuster in

Wohnen | Endlich ein schöner Abstellraum

Schöner Abstellraum

(-Werbung / Affiliate Links-) Unser Abstellraum glich bisher eher der Kammer des Schreckens als einem schönen Raum. Es gibt Dinge, die stören mich total, aber mir fehlen die Ideen, wie ich sie ändern könnte. Dazu gehören seit ich denken kann unsere Abstellkammern. In jeder Wohnung hatten wir eine und jedes Mal war sie nicht schön anzusehen. Die Möblierung bestand aus Kellerregalen, Schränken, die nirgendwo sonst hinpassten oder beidem. Also kein Raum, in dem ich mich gerne aufgehalten hätte. Trotzdem war immer alles sortiert und kategorisiert, aber aufgrund der nicht optimalen Einteilung lagen einige Sachen auch einfach so im Regal oder (noch schlimmer) wurden dort „erstmal“ abgelegt, weil man an den entsprechenden Karton so schlecht herankam. Eher die Kammer des Schreckens als ein Abstellraum In einer unserer alten Wohnungen war der Raum so klein, dass es schon eine Herausforderung war, überhaupt alles unter zu bekommen und dann noch hineingehen zu können. Obwohl der Raum im Haus deutlich größer war, änderte sich an dem Chaos leider eher wenig. Alle anderen Zimmer waren immer wichtiger als der Abstellraum Der Raum in unserer jetzigen Wohnung ist wirklich geräumig und trotz der Schräge kann man ihn gut einrichten. Aber wie das so ist, erst einmal kümmerten wir uns um die restlichen Zimmer (die jeder sieht…) und irgendwann sollte dann die Kammer an der Reihe sein. Wir wohnen jetzt eineinhalb Jahre hier, alle Zimmer sind fertig eingerichtet und entsprechen auch dekotechnisch meinen Vorstellungen. Aber die Abstellkammer sieht immer noch aus, als wären wir mitten im Umzug. Das Problem liegt darin, dass es nicht nur ordentlich, sondern auch schön sein soll. Sicherlich wird der eine oder andere jetzt sagen, es ist doch NUR der Abstellraum… Als Ordnungs- und Dekofetischistin war mir das aber bei jedem Betreten ein Dorn im Auge und ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte, es tat mir sogar fast körperlich weh…  Im Zuge meiner diesjährigen Frühjahrsputz und Ausmistaktion nahm ich mir vor, diesen letzten Raum nun auch endlich von Grund auf neu zu gestalten. Das einzige, was ich anfangs wusste war, dass die Einrichtung hell sein und alles, was so in einem Abstellraum seinen Platz findet, „versteckt“ sein sollte. Weiße Aufbewahrungsboxen hatten wir bereits genügend, da ich sie schon immer sehr praktisch fand und gerne für alles Mögliche benutze. Schön beschriftet, weiß jeder sofort was sich darin befindet und nichts steht offen rum. Da wir vor einiger Zeit zwei Kallaxregale aus meinem Büro in die Kammer verbannt hatten und ich die Grundidee gar nicht schlecht fand, griff ich zum Maßband um herauszufinden, welche und wie viele Regale dort Platz finden und ob der Stauraum ausreichen würde. Kallaxregale sind echte Platzwunder und sehen auch noch gut aus Die beiden bereits vorhandenen 4×4 Regale passen perfekt unter die Schräge und oben ist sogar noch Platz für Boxen. Also musste nur noch die längere Wand ausgestattet werden. Da das System in verschiedenen Größen erhältlich ist, konnte ich eine perfekte Lösung finden, die den Raum unter der Schräge nahezu vollständig ausnutzt. Ausgestattet mit Türen, Regaleinsätzen, Boxen und Schubladen findet nun alles seinen Platz. Von Anfang an war ebenfalls klar, dass der große weiße Schrank bleiben wird, denn darin befinden sich unsere Schuhe. Er rückte nur aus der Ecke in die Mitte, wo man jetzt auch viel besser an ihn herankommt. Der Medizinschrank daneben blieb an seinem Platz, darunter hängt jetzt ein schlichter Leinenbeutel für Leergut. Den Besen daneben benötige ich wirklich häufig, daher durfte er in den vorderen Bereich umziehen. Er ist mindestens schon 25 Jahre alt, stammt von meinen Eltern und es gibt bestimmt hübschere Modelle. Aber ich kann mich einfach nicht von ihm trennen und das nicht nur, weil er wunderbar seine Arbeit verrichtet (fegen ;-D ), sondern auch wegen leicht sentimentaler Gedanken. Da sich an der linken Wand ein Heizkörper sowie der Glasfaseranschluss befinden, gibt es dort keine Regale. Hier passen aber die (zugegeben nicht wirklich schönen) Wäscheständer hin und (weil gleich darunter eine Steckdose ist) unser Akkustaubsauger. Heizen tun wir diesen Raum nie, daher nutze ich den Platz auf der Heizung für Handfeger und Staubsaugerzubehör. Meinen Vorrat an Geschenkpapier habe ich ordentlich reduziert und die verbliebenen Rollen stehen jetzt ordentlich in einem Kunststoffsammler (der eigentlich für Tüten gedacht ist). In dem Sack aus Kraftpapier (von Lifestyle Lover für Papier und Plastik über Amazon) verschwindet der Beutel mit dem Wertstoffmüll und hat endlich ein stylisches Zuhause bekommen. Das hölzerne Schubladenelement passt perfekt in ein Regalfach und beherbergt nun (nach Sorten getrennt) unsere Batterien. Die weiteren Schubladen bieten Platz für kleine Dinge (wie Masken etc.).  Perfekte Übersicht durch Beschriftungen Alle Boxen, Fächer etc. habe ich beschriftet, damit man sofort sieht, was sich darin befindet und nicht lange suchen muss. Die Label kann man ganz einfach mit einem Labelwriter (z. B. von Dymo) erstellen. Ich mag am liebsten die schwarzen mit weißer Schrift, weil sie schick und ein bisschen retro aussehen. Es hat einige Tage gedauert, bis alles aufgebaut, aussortiert und geordnet war wie ich es wollte. Aber jetzt bin ich rundum glücklich und zufrieden, wenn ich unsere Kammer betrete. Und selbst der Herzmann findet alles, was er sucht 😉 Gibt es bei Euch auch so einen Raum, den Ihr gerne umgestalten möchtet und es immer vor Euch herschiebt? Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende! Teile diesen Beitrag Das könnte Dir auch gefallen: 1 Kommentar DIY – Schwing die Nadel10. April 2022 at 18:08 | Edit Sieht super aus , ich habe auch in den letzten Wochen viel aufgeräumt und aussortiert. Ordnung ist echt beruhigend und schön. LG Marion Antworten Schreibe einen Kommentar Antworten abbrechen Du bist angemeldet als theorganizedcoziness. Dein Profil bearbeiten. Abmelden? Erforderliche Felder sind mit * markiert Recipe Rating Message*  Ja, füge mich zu der Mailingliste hinzu! Δ Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Homestory | Zu Besuch bei Nicole und Tobi

Homestory Nicole und Tobi

(-Werbung/Affiliate-Links-) Hinter jeder Wohnungstür steckt eine eigene interessante Homestory. Zu sehen, wie andere Menschen wohnen hat mich schon immer fasziniert. Bereits als Kind fand ich es toll, in andere Wohnungen zu kommen und mich umzusehen. Das hat sich bis heute nicht geändert. Wenn ich im Winter Straßen entlang gehe oder fahre, schaue ich zu gerne durch die erleuchteten Fenster in Wohnungen und Häuser, um einen kleinen Blick auf die verschiedensten Einrichtungsstile zu erhaschen. Die Homestory von Nicole, Tobi + Toshi Heute darf ich mich in der geräumigen Dachgeschosswohnung von Nicole und Tobi umschauen. Die beiden wohnen hier seit Mai 2021 zusammen mit ihrem Mischlingsrüden Toshi. Liebe Nicole, erst einmal vielen Dank, dass ich über Euch und Euer Zuhause berichten darf. Erzähl mir doch erst einmal ein bisschen über Dich. Besonders interessant finde ich, dass Du Veganerin bist, aber überhaupt kein Problem damit hast, für Andere Fleisch zuzubereiten. Sehr gerne, ich freue mich, dass Du heute hier bist!  Also ich bin Nicole, 49 Jahre alt und Veganerin bin ich ja nicht richtig, sondern eher Vegetarierin, aber so vegan wie möglich. Hin und wieder mache ich Ausnahmen, wie z. B. bei Käse auf der Pizza oder auch bei Sauce Hollandaise. Bei meiner Kleidung allerdings achte ich sehr darauf, dass sie keine tierischen Anteile enthält. Aus früheren Zeiten besitze ich zwar noch Schuhe aus Leder, die ziehe ich auch an und würde sie jetzt nicht wegschmeißen, weil sie dafür noch zu gut sind. Aber kaufen würde ich keine mehr, wenn ich mal ein neues Paar brauche. Wolle vermeide ich auch, gerade Merinowolle, weil man eben nicht sicherstellen kann, dass das Tier vielleicht doch gelitten hat. Und auch Daunenkissen oder Decken besitzen wir nicht und würde ich auch nicht kaufen.  Du hast aber Recht, es macht mir nichts aus, Fleisch für andere zuzubereiten. Ich kann nicht erklären, warum das so ist. Wahrscheinlich weil ich nicht dafür verantwortlich bin, dass das Tier gestorben ist, das ist ja dann der, der es letztendlich isst. Ich will ja auch niemanden bekehren, sondern mache das alles rein für mich. Auch meinen Hund füttere ich mit Fleisch, das liegt schon eher in meiner Verantwortung. Aber Hunde sind nun einmal keine Vegetarier und er braucht diese Nahrung. Dafür habe ich ihn aus dem Tierschutz und somit dann wieder etwas zum Schutz eines Tieres getan. Lebt Ihr ansonsten auch besonders nachhaltig? Wir geben uns Mühe, so nachhaltig wie möglich zu leben, aber es könnte noch etwas besser sein. Leider haben wir immer noch zu viel Plastik im Haushalt. Ich nehme mir immer vor, gerade bei Reinigungsmitteln zu den Produkten zu greifen, die man nachfüllen kann oder diese Tabs zu kaufen, die Du in eine vorhandene Flasche geben kannst und dann einfach mit Wasser auffüllst. Aber bei dem nächsten Einkauf, wenn es mal wieder schnell gehen muss, greife ich dann doch wieder zu dem fertigen Produkt und ärgere mich hinterher. Das ist wirklich etwas, an dem wir noch arbeiten. Nun interessiert mich natürlich wer hier wohnt und warum Ihr Euch für diese Wohnung entschieden habt Wir wohnen hier seit Mai 2021 zu Dritt, mein Freund Tobi, unser Hund Toshi und ich. Tobi und ich sind hier aus zwei einzelnen Wohnungen zusammen gezogen. Vorher habe ich in einem Einzelhaus in Mollhagen und Tobi in einer Zwei-Zimmer-Wohnung in Ratekau gewohnt. Die Entscheidung hierher zu ziehen ergab sich, da wir gerne gemeinsam eine Wohnung beziehen wollten und diese Wohnung mir gehört. Bereits 1996 habe ich mit meinen Eltern zusammen dieses Haus mit zwei Wohnungen gebaut. Wir wohnen im Dachgeschoss und meine Eltern im unteren Bereich. Es gibt unten einen gemeinsamen Flur und zwei separate Wohnungstüren, so dass wir zwar gemeinsam hier leben, aber jeder seinen abgetrennten Bereich hat. Bis zum letzten Jahr hatte ich diese Wohnung vermietet, aber dann ist sie frei geworden und da mir das Haus zu groß und der Unterhalt zu teuer war, haben wir uns überlegt, hier gemeinsam einzuziehen. Das heißt, Du hast Dich vermutlich bezüglich des Wohnraums verkleinert? War es eine schwierige Entscheidung das Haus in einem  Dorf gegen eine Wohnung in einer Kleinstadt einzutauschen? Nicole lacht, oh ja, vom Platz her haben wir uns schon um einiges verkleinert. Das Haus hatte sechs Zimmer mit insgesamt 170 qm Wohnfläche und einen großen Keller. Hier wohnen wir auf 100 qm mit drei Zimmern. Die Entscheidung ist mir aber nicht schwer gefallen, denn um ein großes Haus sauber und in Schuss zu halten, muss man viel Zeit und Geld investieren. Da hat man am besten einen Haushandwerker an der Hand, der kostenlos notwendige Reparaturen erledigt, ansonsten ist das finanziell eine große Belastung. Und ganz ehrlich mache ich lieber andere Dinge in meiner Freizeit als ständig nur Hausarbeit zu erledigen. Früher, konnte ich oben wieder von vorne anfangen, wenn ich unten fertig war. Hier ist es einfacher, weil erstens alle Zimmer auf einer Ebene sind und die Grundfläche sehr viel schneller zu bewältigen ist. Das einzige, was mir hier wirklich fehlt, ist ein richtiger Kellerraum, in den man einfach mal etwas reinstellen kann, was man nicht zwingend benötigt. Was ich allerdings manchmal schon vermisse, ist der Garten. Die Arbeit dort hat mich sehr entspannt. Selbst im Herbst / Winter bei 5 oder 6 Grad habe ich mir warme Sachen angezogen und im Garten ein bisschen gewühlt und geschnippelt. Hier sitze ich halt in der Wohnung und muss mich irgendwie beschäftigen. Wir haben zwar einen Balkon, aber da ist ja nicht viel zu tun. Die Umstellung vom Dorfleben zur Kleinstadt war nicht besonders groß. Mir gefällt wirklich beides, alles hat Vor- und Nachteile. Auf dem Dorf hatte ich Eichhörnchen, Greifvögel, Rehe und viele verschiedene Insekten im Garten. Wenn ich jetzt aus dem Fenster schaue, sehe ich Tauben und Spatzen. Dafür kann ich hier alles fußläufig erreichen, gleich nebenan ist ein Supermarkt, Ärzte und Friseur sind nicht weit entfernt und auf dem Weg kann ich gleich einen kleinen Stadtbummel machen. So etwas geht auf dem Land eben nicht. Und wenn ich wirklich mal Sehnsucht nach dem ruhigen Leben in der Natur habe, fahre ich auf den

Minimalismus | Warum ich kein Bett mit Stauraum haben möchte

Minimalismus

Jeder praktiziert den Minimalismus auf seine Weise. Bei mir ist es das gute Gefühl in einer „leeren“ und aufgeräumten Wohnung zu leben. Schon seit vielen Jahren herrscht bei mir das Weniger-ist-Mehr-Prinzip.  Besonders im Schlafzimmer ist es mir wichtig, dass nichts überladen wirkt, sondern Ruhe ausstrahlt. Und das geht am besten ohne viel Schnick-Schnack. Hier mag ich weiße Möbel, weil sie für mich Klarheit ausstrahlen und den Blick auf das Wesentliche zulassen. Minimalismus im Schlafzimmer wirkt sehr beruhigend Es weckt in mir ein absolutes Glücksgefühl, einen Raum zu betreten, der klar strukturiert, ordentlich, sauber und übersichtlich ist. Wenige schöne Möbel und einzelne liebevoll ausgesuchte Dekostücke, das ist mein Stil, so möchte ich leben.  Kleiderschränke, Wäscheschrank und Schubladenkommoden müssen sein. Denn ein bisschen Platz brauche ich schon, um Kleidung und Bettwäsche zu verstauen. Hier gebe ich auch ganz ehrlich zu, bei der Garderobe arbeite ich noch an meinem persönlichen Minimalismus. Ich besitze nicht übermäßig viel, aber das eine oder andere Stück könnte mit Sicherheit noch aussortiert werden. Nicht nur im Schlafzimmer haben wir uns für eine Mischung aus Scandi und Asia Style entschieden. Diese Stile harmonieren meiner Meinung nach sehr gut miteinander, weil sie beide klar und einfach sind. Klar und einfach ist auch meine Devise bei der Auswahl der Dekostücke. Das Herzstück ist unser Bett. Groß und bequem, so dass wir alle (Herzmann, Hund und ich) Platz darin finden, ohne uns gegenseitig einzuengen. Ja, unsere Fellnase darf mit in unserem Bett schlafen. Diesen Platz hat er sich nach einiger Zeit mühevoll erobert (er ist wirklich beharrlich geblieben und hat geduldig gewartet, bis er endlich das erlösende „Na komm rein“ gehört hat). Das mag nicht für jeden angenehm sein (ich höre schon Stimmen, die sagen „das geht ja gar nicht“, „die ganzen Hundehaare“), aber für uns ist es stimmig und ich kann mir nicht mehr vorstellen, ohne das weiche Fell an meinen Beinen einzuschlafen. Diego wohnt eben nicht nur bei uns, er ist ein vollwertiges Familienmitglied. Die kleinen asiatischen Holztischchen sind eher schmückendes Beiwerk als Stauraum, bieten aber Platz für unsere weißen Holzwecker. Auch hier war mir bei der Auswahl wichtig, dass sie schlicht und einfach sind. Leider habe ich bisher nur LED-Wecker gefunden, die ein Kabel benötigen, um dauerhaft die Uhrzeit anzuzeigen. Lieber wäre es mir, kein störendes Kabel zu haben, aber ich suche weiter bis mir etwas geeignetes über den Weg läuft. Unser Bett aus weißem Kunstleder lieben wir und besitzen es schon einige Jahre. Leider hat das Material auch bei noch so guter Pflege die Eigenschaft irgendwann Risse zu bekommen und sieht dann nicht mehr schön aus. Unser Rückenteil hat es im letzten Jahr oberflächentechnisch quasi „zerlegt“. Da ein neues Rückenteil genauso viel kostet wie ein komplettes Bett, haben wir uns auf die Suche nach etwas Neuem begeben.   Etwas zu finden, was meinen (sehr klaren) Vorstellungen entspricht, dem jetzigen von der Optik ebenbürtig ist und auch noch in unserem Budget liegt, gestaltete sich gar nicht so einfach wie ich dachte. Boxspringbetten mag ich nicht und außerdem sind unsere Matratzen noch viel zu gut, um sie mit auszutauschen. Es sollte nicht sein… Schließlich landete ich bei dem bekannten schwedischen Möbelhaus, hier gibt es ein Bettgestell, welches zu unserem Kleiderschrank passt, der auch von dort stammt. Unser Favorit war nicht nur schön schlicht mit einem ausreichend hohen Rückenteil, es ist anscheinend auch der Verkaufsschlager, denn bei Ebay Kleinanzeigen (meiner liebsten Verkaufsplattform) war es in 180 cm nicht zu bekommen (außer wir wären quer durch Deutschland gefahren). Auch bei dem Möbelhaus selbst waren entweder das Gestell in unserer Breite oder das Rückenteil nicht lieferbar. Wir übten uns also in Geduld und ich schaute hin und wieder, ob nicht doch eine passende Anzeige eingestellt wurde. Je länger wir warteten, desto weniger wollte ich allerdings, dass dieses Bett wirklich bei uns einzieht. Zwei meiner Freundinnen besitzen es bereits und bei jedem Besuch schaute ich in ihre Schlafzimmer, um mich quasi zu versichern, dass ich es doch schön fand. Ich wusste anfangs nicht, was mich unterbewusst störte, bis ich darauf kam, dass es mir einfach zu viel Stauraum bietet. Das hört sich jetzt vermutlich blöd an, aber genauso war es. Im Kopfteil befinden sich seitlich Regale und unter den Lattenrosten verfügt es zusätzlich über vier Schubladen. Ich möchte aber gar keinen zusätzlichen Stauraum haben. Denn wenn er erst einmal da ist, wird er auch genutzt. Und das bedeutet, es werden Dinge aufbewahrt und verstaut, die ich eigentlich nicht wirklich benötige und ohne diesen zusätzlichen Platz nicht aufbewahren würde. Und das widerstrebt meinem Grundsatz keine Dinge zu horten. Zumal für mich nur Sachen im Schlafzimmer aufbewahrt werden, die dort auch tatsächlich hingehören. Dazu zählen Kleidungsstücke und Bettwäsche und sonst nichts. Für all das haben wir aber bereits genügend Platz in den vorhandenen Möbelstücken. Eine günstige und schöne Lösung: Kopfteilbezug Da wir uns für kein Bett entscheiden konnten und eigentlich auch viel zu sehr an unserem alten hängen, brauchte ich eine Idee für das unschöne Kopfteil. Im Internet fand ich schließlich eine kostengünstige Lösung für unser Problem. Es gibt Bezüge aus Stretchstoff, die eigentlich für Boxspringbetten gedacht sind. Die Maße passten aber auch bei uns perfekt und die knapp 35 Euro sind sehr gut investiert. Unser altes Bett sieht nun wieder aus wie neu und wird uns noch viele weitere Jahre begleiten. Und genau das ist ja auch der Grundgedanke des Minimalismus. Es muss nicht zwingend etwas neu gekauft werden, wenn man das Vorhandene durch einfache Mittel neu gestalten und weiter verwenden kann. Ich wünsche Euch ein schönes kuscheliges Wochenende! Teile diesen Beitrag Das könnte Dir auch gefallen: Schreibe einen Kommentar Antworten abbrechen Du bist angemeldet als theorganizedcoziness. Dein Profil bearbeiten. Abmelden? Erforderliche Felder sind mit * markiert Recipe Rating Message*  Ja, füge mich zu der Mailingliste hinzu! Δ Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

DIY Wannenablage und gestrickte Kerzenhüllen

Kerzenhüllen Wannenablage

(Werbung/Affiliate Links-) Mit einer selbst gebauten Wannenablage und gestrickten Kerzenhüllen wird Euer Badezimmer zur Wellnessoase. Denn gerade jetzt, wo es kalt und ungemütlich draußen ist, hebt ein heißes Bad nicht nur die Stimmung, sondern wirkt herrlich wärmend und entspannend. Und in einer schönen Umgebung entspannt es sich doppelt gut. Unsere Wohnung hat ein sehr schönes Badezimmer, in das ich mich schon bei der Besichtigung sofort verliebt habe. Die Naturtöne der Fliesen passen wunderbar in mein Farbschema und die offenliegenden alten Dachbalken haben ihren ganz eigenen Charme. Die Holzmöbel waren bereits vorhanden und wir konnten sie übernehmen, worüber ich mich besonders freue, denn sie passen einfach perfekt. Um es für uns wohnlich zu gestalten, brauchte es nur noch ein paar passende Dekostücke aus Naturmaterialien und warmen Tönen. Diese habe ich mit viel Geduld ausgewählt, denn alles sollte sich schön zusammenfügen und harmonisch wirken. Seifenspender als Ersatz für Duschgel- und Shampooflaschen Da ich offen stehende Shampoo- und Duschgelflaschen überhaupt nicht mag, fülle ich die Produkte in braune Spender (*) aus Kunststoff um. Eigentlich hätte ich lieber Glas gehabt, aber ich bin mir nicht sicher, ob unser Regal das Gewicht getragen hätte. Es ist nämlich nicht geschraubt (um die Fliesen nicht zu beschädigen), sondern mit Spezialkleber befestigt. Das Duschregal ist aus der Badserie Aluxx von Tesa.(*) Ich mag die Serie sehr gerne, sie beinhaltet verschiedenes Badzubehör, welches schön aussieht und wirklich gut hält. Sollte man die Stücke einmal woanders anbringen wollen, kann der Kleber nachgekauft werden. Der Handseifenspender (*) am Waschbecken ist aus Glas und ebenfalls geklebt. Das Etikett ist wasser- und abriebfest, so dass es lange Zeit schön bleibt. Eine Wannenablage als Dekoobjekt Bitte entschuldigt, dass ich abgeschweift bin, aber ich wollte unbedingt die Gelegenheit nutzen, Euch meinen zweitliebsten Raum in unserer Wohnung zu zeigen. Nun komme ich zu dem eigentlichen Thema dieses Beitrages: Eine Ablage für die Badewanne stand schon lange auf meiner DIY Wunschliste. Ein gekauftes Modell kam aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. Entweder stimmte die Farbe nicht oder was ich schön fand, fiel preislich aus dem Rahmen. Für ein „Stück“ Holz mehr als 40 Euro zu bezahlen, finde ich einfach nicht angemessen. Ich verwende gerne gebrauchte Materialien für meine DIY-Projekte bevor ich etwas Neues kaufe. Bei den Restbeständen unserer Gartenprojekte wurde ich schnell fündig. Ein Stück Terrassendiele hatte ungefähr die passende Größe.   Wannenablage selbst bauen Mit der Stichsäge habe ich es an den beiden kurzen Seiten auf die gewünschte Länge abgesägt und dabei gleichzeitig die alten ungeraden Schnittstellen beseitigt. Dann das Holz an der Oberfläche und den Kanten mit einer Schleifmaschine abschleifen, so dass es schön glatt ist und weiche, leicht gerundete Kanten bekommt. Anschließend an die Unterseite zwei kleine Holzstücke (ebenfalls geschliffen) schrauben und zum Abschluss alles mit Holzlasur in Nussbaum oder der gewünschten Farbe streichen. FERTIG. Da ich in der Badewanne weder gerne lese noch Wein oder andere Getränke zu mir nehme, dient die Ablage bei mir als reines Dekoobjekt. Wenn ich ein Bad nehme, wird sie runter gestellt. Das ändert natürlich nichts daran, dass sie trotzdem schön dekoriert sein soll. Kerzen finde ich immer und überall schön, allerdings am liebsten Echtwachs mit LED. Da muss man nicht auf die Flamme achten und mit Timer ausgestattet, brauche ich mich nicht mal um das An- und Ausschalten kümmern. Weil die Kerzen alleine etwas verlassen auf dem Brett aussehen, gesellte sich noch eine kleine Dekoflasche dazu. Diese habe ich mit Vogelsand gefüllt und einige künstliche Blüten hineingestellt. Der erste Eindruck überzeugte mich noch nicht wirklich, die Kerzen sahen irgendwie „nackt“ aus und wirkten etwas deplatziert .Da ich gerade nichts auf den Nadeln hatte, strickte ich kurzer Hand kleine Bezüge aus dunkelbrauner Baumwolle. Das ist ganz einfach und geht schnell. An einem Abend hatte ich beide Hüllen fertig Ich habe mich für ein einfaches Zopfmuster entschieden, das sieht schön plastisch aus. Falls Euch die Hüllen gefallen und Ihr sie nachstricken möchtet, habe ich die Anleitung aufgeschrieben. Strickanleitung für Kerzenhüllen Materialca. 20 g Rainbow von Hobbii, Color 8 oder andere dünne BaumwolleSockenwunder (*) NS 2,5 oder Nadelspiel NS 2,5 Hülle für kleine Kerze (Höhe der Kerze 9 cm, Umfang 22 cm) 60 Maschen mit NS 2,5 anschlagen und zur Runde schließen1. – 6. Runde 3 M re, 6 M li, 6 M re, 6 M li, 6 M re, 6 M li, 6 M re, 6 M li, 6 M re, 6 M li, 3 M re7. Runde 3 M re, 6 M li, Zopf (3 M auf einer Hilfsnadel vor die Arbeit legen, 3 M re, dann die M von der Hilfsnadel rechts stricken), 6 M li, Zopf (3 M auf einer Hilfsnadel vor die Arbeit legen, 3 M re, dann die M von der Hilfsnadel rechts stricken), 6 M li, Zopf (3 M auf einer Hilfsnadel vor die Arbeit legen, 3 M re, dann die M von der Hilfsnadel rechts stricken), 6 M li, Zopf (3 M auf einer Hilfsnadel vor die Arbeit legen, 3 M re, dann die M von der Hilfsnadel rechts stricken), 6 M li, Zopf (3 M auf einer Hilfsnadel vor die Arbeit legen, 3 M re, dann die M von der Hilfsnadel rechts stricken) Die 3 M auf der Nadel sind die ersten 3 M der Vorrunde.8. – 13 Runde wie 1. – 6. Runde stricken14. Runde wie 7. Runde stricken15. – 20. Runde wie 1. – 6. Runde stricken21. Runde wie 7. Runde stricken22. – 24. Runde wie 1. – 6. Runde stricken25. Runde alle Maschen abkettenFäden vernähen Hüllen für große Kerze (Höhe der Kerze 13 cm, Umfang 22 cm) 60 Maschen mit NS 2,5 anschlagen und zur Runde schließen1. – 13. Runde 3 M re, 6 M li, 6 M re, 6 M li, 6 M re, 6 M li, 6 M re, 6 M li, 6 M re, 6 M li, 3 M re14. Runde 3 M re, 6 M li, Zopf (3 M auf einer Hilfsnadel vor die Arbeit legen, 3 M re, dann die M von der Hilfsnadel rechts stricken), 6 M li, Zopf (3 M auf

Küchenliebe und altes Buffet in neuem Glanz

Küchenbuffet

(-Werbung/Affiliate Links-) Frisch lackiert und mit neuen Griffen versehen erstrahlt unser altes Buffet jetzt in neuem Glanz und ist der absolute Eyecatcher in unserer Küche. Noch bevor wir die endgültige Zusage für unsere neue Wohnung bekommen haben, hatte ich sie im Kopf quasi schon komplett eingerichtet. Die lange Wand in unserer teiloffenen Küche schrie für mich förmlich nach einem alten Küchenbuffet. Die Suche nach einem bezahlbaren Buffet Also machte ich mich auf die Suche bei Ebay Kleinanzeigen. Die Devise war so günstig wie möglich und so heil wie möglich. Das mit dem günstig war eine echte Wunschvorstellung, ich hatte mich vorher nie mit den Kosten für alte Buffets beschäftigt und war überrascht über die aufgerufenen Preise. Der Durchschnitt lag bei 700 bis 800 Euro. Absolut jenseits unserer Möglichkeiten… Außerdem war im Umkreis von 30 Kilometern nicht mal etwas zu diesen Preisen zu finden. Aber so schnell gebe ich ja nicht auf und die Zeit bis zum Umzug war noch lang. Eines Samstagnachmittags tauchte diese eine Anzeige auf, die sozusagen für mich bestimmt war. Das gute Stück musste weg, egal wie, nur schnell. Und es stand im Nachbardorf, genau 1,3 Kilometer entfernt von uns. Zum Glück habe ich sofort jemanden erreicht, durfte mir das schöne Stück eine Stunde später anschauen und es war Liebe auf den ersten Blick. Hatte ich schon erwähnt, dass ich ein absoluter Fan von Ebay Kleinanzeigen bin? Falls nein, dann tue ich das hiermit kund. Wir schaffen selten etwas neu an, das ist zum einen darin begründet, dass alle unsere Möbel zeitlose Klassiker und aus langlebiger Qualität sind und zum anderen, weil es unsere finanziellen Möglichkeiten übersteigt, ständig neue Einrichtungsgegenstände zu kaufen. Wenn dann aber doch einmal etwas Neues einziehen soll oder etwas Altes ersetzt werden muss, (ich spreche von Möbeln etc.) schaue ich zuerst, ob ich es vielleicht bei Kleinanzeigen zu einem Schnäppchenpreis oder sogar unter zu verschenken finde. Einer meiner letzten Funde war also dieses wunderschöne alte Küchenbuffet. Das Buffet wird restauriert Die Substanz des Holzes ist bis auf einen Riss an der rechten Seite noch richtig gut, es riecht nicht und die wunderschöne alte Scheibe ist auch noch intakt. An dem Sonntag zog es dann erst einmal in das alte Haus ein. Sicherlich ist es nicht besonders schlau, sich das alte Zuhause noch mit neuen Möbeln vollzustellen, die dann zusätzlich beim Umzug zu schleppen sind, aber das Schätzchen konnte ich doch wirklich nicht stehen lassen. Das haben der Herzmann und die Umzugshelfer etwas murrend dann auch eingesehen. Mit der Restaurierung habe ich dann aber wirklich erst in der neuen Wohnung angefangen, als alle anderen Zimmer eingerichtet, die Umzugskartons ausgepackt und alle Schränke eingeräumt waren. Meine Vorstellung, das Buffet in dem gleichen Vanilleton wie die Küche zu streichen ließ sich leichter in die Tat umsetzen als ich gedacht hatte. Verwendet habe ich den *Buntlack Home von Schöner Wohnen, hier gibt es verschiedene Gelbtöne, die untereinander ganz einfach vermischt werden können. Ich habe mich für die Farben Hellelfenbein und Rapsgelb entschieden und das dunklere Gelb in kleinen Mengen so lange unter das helle gerührt, bis ich genau den Ton unserer Küchenschränke getroffen habe. Ursprünglich wollte ich das dunkle Gelb mit Weiß mischen bis der Farbton stimmt. Davon hat der nette Verkäufer im Baumarkt mir aber abgeraten, weil man mit zwei Gelbtönen einen intensiveren Ton erzielt als mit weiß aufzuhellen. Er hatte Recht, es hat super funktioniert. Die alte Farbe habe ich nicht abgeschliffen, sondern das ganze Buffet mit *ESP von Watrol abgerieben. Dadurch wird die oberste Schicht angeraut, so dass die neue Lackschicht eine gute Haftung hat. Ich liebe dieses „Zeug“ und habe schon etliche Oberflächen damit behandelt. Ob es nun die Türrahmen in unserer alten Wohnung waren oder der Kiefernschrank in meinem Hobbyraum, jedes Mal mit sehr gutem Erfolg. Bei den Griffen habe ich mich für Keramikgriffe in dunkelgrau entschieden, die so schön antik aussehen. Die alten aus Plastik sahen dann leider doch zu schäbig aus. Unsere offene geräumige Küche Alles in allem habe ich ca. acht Stunden gebraucht, um dem schönen Stück neuen Glanz zu verleihen. Dabei ist die Trockenzeit der Farbe zwischen erstem und zweiten Anstrich mit eingerechnet. In einem meiner letzten Beiträge habe ich Euch ja schon berichtet, dass ich unsere Küche sehr gerne mag. Nun möchte ich Euch noch ein bisschen mehr zeigen. Sie liegt in einem Teil des langen Flures, durch den man von der Haustür in den hinteren Teil der Wohnung mit Wohn- und Schlafzimmer gelangt und ist somit genau genommen eine offene Küche. Dadurch ist sie großzügig geschnitten und bietet auch ausreichend Platz für eine Sitzgelegenheit. Den halbrunden Tisch inklusive der Barhocker haben wir von unserer Vormieterin übernommen. Den nicht mehr so schönen Stoffbezug verdecken *Hussen. Eigentlich hätte ich sie lieber in Grau gehabt, aber in Braun waren sie halt schon da… Der Tisch ist groß genug, um mit drei Personen daran zu essen oder bei einem Kaffee einfach zu klönen. Ich persönlich sitze hier auch sehr oft und gerne mit einem Becher Kaffee und meinem Laptop, um z. B. einen neuen Blogbeitrag zu schreiben. Was ich an unserer Küche besonders liebe, sind die freiliegenden Dachbalken und die beiden Dachfenster, die dem Raum sehr viel Helligkeit geben. In dem Durchgang zum Wohnzimmer hat die antike Pendeluhr des Herzmannes ihren Platz gefunden. Sie passt nicht nur perfekt in die kleine Ecke, sondern stilmäßig auch wunderbar zu dem Küchenbuffet. Deko in der Küche Ein paar wenige Dekostücke haben nach und nach auch Einzug gehalten. Alles in Maßen, wie Ihr wisst, mag ich es nicht zu voll gestellt. Die beiden Drahtkörbe füllen die Lücke zwischen Kühlschrank und Buffet, lassen aber alles noch offen und luftig wirken. Ein schöner Platz für unsere frischen Küchenkräuter. Auf dem Buffet finden noch zwei Körbe mit LED Kerzen und unser Toaster Platz. Ja, als absoluter Einrichtungsfreak habe ich ihn farblich passend zu den Küchenschränken ausgesucht 😀 Die Körbe gibt es übrigens bei Bondegard. Über diesen schönen kleinen Laden habe ich vor einiger Zeit hier berichtet. Unsere Küche hat (leider) sehr viel offene Regale und Ablageflächen

DIY-Idee Lampenkabel verschönern mit Sanitär-Dichtungs-Hanf

Lampenkabel

Manchmal bin ich wirklich unerträglich pingelig und extrem detailverliebt. Der Herzmann verdreht schon so manches Mal die Augen, wenn ich längere Zeit wie gebannt in irgendeine Ecke unserer Wohnung schaue und (offensichtlich, wie er sagt) über eine Veränderung nachdenke. Meistens sind es keine großen Dinge, wie zum Beispiel ein neues Sofa oder Bett etc, die ich verändern möchte. Es handelt sich vielmehr um die klitzekleinen unscheinbaren Sachen, die vermutlich niemandem außer mir auffallen, mich aber ungemein stören. Aber mal ganz ehrlich, die Wohnung ist genau nach Eurem Geschmack eingerichtet und dekoriert. Vermutlich habt Ihr viel Herzblut in die Auswahl der Möbel und Dekostücke gelegt, lange gesucht, bis Ihr endlich genau das Möbelstück oder Dekoteil gefunden habt, welches perfekt in das Gesamtbild passt. Alles steht an seinem Platz und sieht wirklich wunderschön aus. Und dann ist da dieses winzig kleine Detail, was aus dem Rahmen fällt. Lampenkabel sehen in den seltensten Fällen schön aus So ist es bei uns (also zumindest nach unserem Empfinden und Geschmack). Unsere Wohnungseinrichtung besteht aus liebevoll ausgesuchten Einzelstücken, welche zusammen gesehen ein (für uns) tolles Wohnkonzept ergeben. Und dann bleibt mein Blick an etwas hängen, was mich erst irritiert, dann immer wieder stocken lässt und schlussendlich bin ich so genervt davon, dass ich tage-, manchmal auch wochenlang, über eine Lösung grübele. So geschehen vor ein paar Tagen in unserem Wohnzimmer. Dort habe ich mir unter der Teilschräge eine kleine Leseecke mit einem gemütlichen Ohrensessel eingerichtet. Bis ich den richtigen Sessel für uns gefunden habe, sind schon mal einige Monate ins Land gegangen, bis ich ihn durch Zufall als Superschnäppchen bei Ebay Kleinanzeigen fand. Zu verschenken, weil er ganz schnell weg musste (Anmerkung: Der Sessel war wie neu und gerade mal ein halbes Jahr alt…). Soweit also alles super. ABER, eine Leseecke braucht auch eine Lampe und genau da liegt mein Problem. Nicht in der Lampe, sie entspricht genau meinen Vorstellungen, aber in ihrem KABEL. Schwarz und hässlich windet es sich über unseren hellen Holzfußboden und stört mein ästhetisches Empfinden. Und nicht nur dort, auch die Kabel unserer Stehlampen liegen quer über dem Boden bis zur nächsten Steckdose und ruinieren das Gesamtbild. Lange Rede kurzer Sinn, Lampen brauchen nun einmal Kabel um zu funktionieren, sie müssen auch irgendwie zur nächsten Steckdose gelangen und das tun sie meistens über den Fußboden. Verstecken lassen sie sich selten, gerade wenn man, wie wir, das Sofa nicht direkt an der Wand stehen hat. Wenn man sie also nicht verschwinden lassen kann, muss eine Verschönerung her. Im Internet fand ich mit Sisal ummantelte Kabel (es gibt anscheinend mehr Menschen, die sich an Lampenkabeln stören…) Ein neues Kabel wollte ich aber nicht anbauen, da weder der Herzmann noch ich besonderes Talent beim Arbeiten mit Strom haben und mir unser Leben dann doch wichtiger als die stimmige Deko ist. Lampenkabel verschönern Beim Durchforsten unserer Werkzeugkiste fiel mir eine Rolle Sanitär-Dichtungs-Hanf in die Hände. Dieser passte farblich genau zu unserer Einrichtung in Naturtönen und fiel auf dem Holzboden so gut wie gar nicht auf. Ich probierte es zuerst bei dem Kabel in meiner Leseecke und war schlichtweg begeistert. Der Hanf wird einfach um das Kabel herumgewickelt. Und zwar so dicht, dass man das alte Kabel nicht mehr sieht. Da die Hanfstränge nicht gleichmäßig dicht sind, habe ich ihn an einigen Stelle zweimal übereinander gewickelt. Am Anfang und Ende ist er durch einen kleinen Streifen doppelseitiges Klebeband um das Kabel fixiert, dadurch kann der Hanf sich nicht lösen oder verrutschen. Beim Umwickeln solltet Ihr nicht so fest ziehen, da sich die Hanfschnur sonst in ihre einzelnen Fasern auflöst. Und was einmal gut funktioniert hat, sollte doch auch bei den anderen Lampen möglich sein. Ja, war es auch, aber leider nur bedingt. Unsere Stehlampen haben einen Dimmer-Schiebe-Schalter und der ist ebenfalls schwarz. Ich habe ihn jetzt rundherum mit Hanf bewickelt, das obere Stück zum Verschieben aber natürlich nicht. Diese Lösung gefällt mir noch nicht ganz so gut, ich erwäge sogar eher, den Schalter schwarz zu lassen. Was meint Ihr? Bei unserer Esstischlampe hingegen fällt das blöde Deckenkabel zur Verteilerdose zwar noch auf, sieht aber seeehr viel schöner aus und fügt sich richtig gut in das Gesamtbild ein. Jetzt sind alle Lampenkabel schön Und weil ich dann gerade so im Flow war, mussten auch noch meine LED-Kugeln „dran glauben“. Ich finde sie wirklich wunderschön und die Farbe passt perfekt. Aber wer bitte denkt sich zu solchen hübschen Dekoteilen ein so hässliches Kabel aus? Lang und silberfarben… Jetzt ist es mit Hanf umwickelt und besteht auch vor meinem kritischen Blick. Falls Ihr Lust bekommen habt, Eure Kabel ebenfalls zu verschönern, wünsche ich Euch ganz viel Spaß beim Ausprobieren meiner Idee. Teile diesen Beitrag Das könnte Dir auch gefallen: 1 Kommentar Silvia5. Juli 2022 at 08:53 | Edit Eine sehr schöne Idee und das rustikale Design gefällt mir sehr gut! Liebe Grüße von Silvia Antworten Schreibe einen Kommentar Antworten abbrechen Du bist angemeldet als theorganizedcoziness. Dein Profil bearbeiten. Abmelden? Erforderliche Felder sind mit * markiert Recipe Rating Message*  Ja, füge mich zu der Mailingliste hinzu! Δ Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. 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Kompromissbereit glücklich

Mrs.Squirrel Diesunddas KompromissbereitGlücklich

Das Leben ändert sich und das ist auch gut so. Sicherlich kann es auch sehr beruhigend sein, wenn man immer den gleichen Trott hat und nichts Erschütterndes passiert, denn dann weiß man, was man hat und kann sich behaglich einrichten in seiner Lebensnische. Bei mir waren es schon einige Lebensnischen, die ich mir gemütlich eingerichtet hatte, eigentlich darauf vorbereitet, sie auch nicht mehr zu verlassen. Doch meistens kam es anders als geplant und bei den ersten lebensveränderten Ereignissen brauchte ich eine ganze Weile, um mich in meiner neuen Nische wieder zurecht zu finden, geschweige denn sie als behaglich zu empfinden. Wenn Du kompromissbereit bist, eröffnen sich neue Sichtweisen Mit den Jahren allerdings lernte ich, dass jeder Veränderung ein ganz gewisser Zauber innewohnt und man sich nur darauf einlassen muss, um auf diesem neuen Weg sein Glück wieder zu finden. Manchmal muss man Kompromisse eingehen und Althergebrachtes oder Liebgewonnenes bleibt auf der Strecke. Aber ich denke mir, wenn man aufgeschlossenen für Alternativen ist, kann man ganz neue schöne Dinge für sich entdecken und der Kompromiss ist dann plötzlich gar kein richtiger Kompromiss mehr. Gerade vor Kurzem (also vor einigen Monaten) mussten wir, der Herzmann und ich, uns entscheiden, ob wir uns noch einmal verändern sollen. Wie Ihr in einem meiner letzten Beiträge (Mein Hobbytraum ist wahr geworden) ja bereits lesen konntet, sind wir letztes Jahr im Spätsommer noch einmal umgezogen. Dieser Umzug war nicht geplant und erst recht nicht gewollt. Eigentlich wollten wir bis ins hohe Alter in dem gemieteten Häuschen wohnen bleiben und von da aus allerhöchstens noch in eine Seniorenresidenz umziehen. Soweit der Plan… Leider stellte sich nach ca. einem Jahr heraus, dass unsere Vermieterin nicht so nett und unkompliziert war, wie wir anfangs dachten (und sie uns auch glauben ließ). Nichts konnten wir ihr Recht machen und egal wie schön wir Garten und Haus gepflegt hatten, es passte ihr irgendetwas anderes nicht. Zudem kam eine hohe Feuchtigkeit in den Wänden, die sich zuerst nur im Keller bemerkbar machte, dann aber, bei genauerem Hinsehen, leider auch in den Wohnräumen. Ihr defekter, über unserem Schlafzimmer gelegener, Balkon bescherte uns zusätzlich noch Schimmel an der Decke. Lange redeten wir uns alles schön und versuchten die negativen Dinge auszublenden. Denn, wo findet man schon ein Haus mit großem Garten in Feldrandlage und unverbaubarem Blick in die Natur zu einem bezahlbaren Preis. So einfach wollten wir unsere mühsam erkämpfte Errungenschaft nicht wieder hergeben. Hatten wir doch viel Zeit in die Suche und Besichtigungstermine gesteckt, bis wir endlich dieses Objekt in unserer begehrten Lage gefunden hatten. Dann ging es weiter mit der vollständigen Renovierung der von uns bewohnten unteren Etage und Pflege des vorher etwas verwilderten Gartens. Ja, so viel Zeit und Energie wirft man doch nicht einfach so weg. Man hält sich an dem Glauben fest, dass es schon irgendwann wieder besser werden würde und man nur etwas durchhalten muss, um dann die absolute Glückseligkeit zu erfahren (das ist jetzt etwas pathetisch ausgedrückt…) Seien wir aber mal ganz ehrlich, egal um welche Bereich es geht (Job, Beziehung oder eben das Miteinander) zu 99 Prozent passiert das nicht! Ganz im Gegenteil, meistens verstärkt sich der Unmut, man schluckt zu viel runter, wird immer unzufriedener und irgendwann geht es einem vielleicht sogar richtig schlecht. Ich hatte z. B. schon einen Kloß im Magen, wenn ich das Auto unserer Vermieterin, die die obere Wohnung als Zweitwohnsitz für kurze Aufenthalte nutzte, auf den Hof fahren sah. Kurz gesagt, die Lebensfreude bleibt erheblich auf der Strecke. Kompromissbereit zu sein dauert manchmal etwas Dann heißt es eine Entscheidung zu treffen. Weitermachen oder etwas verändern und das eliminieren, was einen unglücklich macht. Wir haben uns für einen Wohnortwechsel entschieden. Am Anfang waren wir dabei nicht sehr kompromissbereit. Es sollte in der näheren Umgebung sein und bitte doch genauso eine schöne ländliche Umgebung haben. Die Suche nach so einem Objekt gestaltete sich allerdings noch schwieriger als bei dem vorherigen Mal, alles was in Frage gekommen wäre, war schlichtweg unbezahlbar. So kamen die ersten Abstriche ins Spiel. Wir erweiterten den Suchradius und fanden zwei passende Häuschen, die bezahlbar waren und uns auf Anhieb gefielen. Die Besichtigungen lief gut, aber auf dem hart umkämpften Immobilienmarkt ist man ja so gut wie nie der einzige Interessent und beide Male machten wir nicht das Rennen bei der Endauswahl. Also mussten weitere Kompromisse her und die Suche wurde ausgeweitet. Vom Haus in Alleinlage auf Doppel- und Reihenhäuser, letztendlich sogar auf Wohnungen mit Garten und drei statt vier Zimmern. Das Letzte brachte dann tatsächlich den erhofften Erfolg und wie von Zauberhand tauchte eine Wohnung im Nachbardorf, gerade einmal einen Kilometer von unserem damaligen Wohnort entfernt, auf. Die Bilder waren vielversprechend und zu einer Besichtigung wurden wir auch eingeladen. Der Herzmann wollte sich allerdings nicht so recht auf diesen Kompromiss einlassen, zu sehr hing sein Herz an Haus mit Garten. Zugegeben, so ganz 100 prozentig war ich selbst nicht überzeugt von meiner Kompromissbereitschaft, wollte aber zumindest mal einen Blick riskieren. Und so fuhren wir mit sehr gemischten Gefühlen zu dem Besichtigungstermin. Die Vermieter waren nett (obwohl, das dachten wir ja schon mal…) und die Wohnung war der absolute Hammer. Die Dinge, die mich von Anfang an dem Haus ein wenig gestört hatten (braune Zimmertüren, abgenutzter Parkettboden, etwas altbackenes äußeres Erscheinungsbild) gab es hier nicht. Alles war in sehr gutem Zustand (sogar die Beschläge der Zimmertüren gefielen mir…) und sollte vor Neubezug sogar noch einmal komplett renoviert werden. Die Zimmer waren, bedingt durch die Gesamtgrundfläche von 140 qm, groß und sehr geräumig, so dass das Fehlen eines vierten Zimmers nicht ins Gewicht fiel. Alles war sehr hell durch die großen Dachfenster und langen Fensterfronten in den Zimmern, die Küche schick und in einem sehr guten Zustand und der helle Holzboden top gepflegt. Am meisten beeindruckten mich die freiliegenden Deckenbalken in einigen Zimmern und das große Badezimmer in Naturtönen. Nachdem wir kompromissbereit waren, sind wir jetzt glücklich Der Herzmann entspannte sich zusehends und zum Schluss wäre er am liebsten sofort umgezogen. Einige Tage später erhielten wir tatsächlich die Zusage

Mein Hobby(t)raum ist wahr geworden

Hobby Raum

(-Werbung/Affiliate Links-) (-Werbung/Affiliate-Links-) Ich freue mich so über unsere neue Wohnung, dass ich Euch gerne auf eine kleine Besichtigungstour mitnehmen möchte. Heute starte ich mit meinem neuen Hobby(t)raum. In den nächsten Wochen zeige ich Euch dann nach und nach die anderen Räume. Ich weiß nicht, wie viele Jahre ich mir schon ein Zimmer nur für mich wünsche. In den bisherigen Wohnungen war das nie möglich. Denn, auch wenn wir drei Zimmer hatten, brauchten wir eins als Esszimmer, wo dann auch mein Schreibtisch integriert war. So ein richtiges eigenes „Mädchenzimmer“ in dem ich meinen Hobbys frönen oder einfach das Zubehör wohl geordnet lagern kann, hatte ich nicht mehr, seit ich mir eine Wohnung mit (m)einem Mann teile. Endlich ein Raum für mein Hobby und mich Als wir dann 2018 das Haus gemietet haben, hatte ich endlich einen Raum für mich. Diesen richtete ich liebevoll nach meinen Wünschen ein und war vorerst auch sehr glücklich damit. Doch so ganz perfekt war es immer noch nicht, hätte ich doch gerne noch ein kuscheliges Sofa gehabt zum Klönen mit meinen Freundinnen oder einfach nur zum Hinlümmeln und Lesen oder Stricken. Nun sind wir völlig ungeplant dieses Jahr wieder umgezogen, da unsere vormalige Vermieterin uns leider nicht mehr haben wollte und systematisch „rausgeekelt“ hat. So traurig und enttäuscht ich am Anfang darüber war und auch so gar keine Lust auf den erneuten Umzugsstress hatte, so glücklich bin ich jetzt über unser neues Zuhause. Wir haben tatsächlich relativ schnell eine wunderschöne Wohnung mit Balkon und Garten im Nachbardorf gefunden in die wir einziehen durften. Anfang August, nach wochenlangem Kartonspacken und dem üblichen damit einhergehenden Chaos, sind wir dann umgezogen. Unsere neue Wohnung ist wirklich toll und ich fühle mich hier seit dem ersten Moment wohl. Sie ist nicht nur mit 135 qm riesengroß, sondern hat auch noch wunderschöne freiliegende Balken in einigen Räumen und einen etwas außergewöhnlichen Schnitt, der quasi wie gemacht ist für meine Dekostücke. Und das Beste ist, hier gibt es tatsächlich ein „Zimmerchen“, welches genau meinen Vorstellungen von einem Hobby-/Arbeits-/Mädchenzimmer entspricht. Endlich kann ich nicht nur meine Wolle, Stoffe, Bücher etc. ansprechend und übersichtlich ordnen, sondern es passt sogar ein Sofa mit hinein. Lieblingsdeko in meinem Hobby Raum Im Gegensatz zu dem Rest unserer Wohnung, die in Naturtönen (weiß, beige, braun, grau) gehalten ist, habe ich mich in meinem Raum für Akzente in Rosa entschieden. Das erste Mal in meinem Leben übrigens, dass diese Farbe bei mir „einziehen“ darf 😀 Das Zimmer bietet genügend Platz für meine Möbel und alle Dekostücke, die ich gerne immer um mich haben möchte, die aber nicht unbedingt in die anderen Räume der Wohnung passen. Ich mag Sukkulenten nicht nur sehr gerne, weil sie so pflegeleicht sind, sondern weil es sie in so einer großen Vielfalt von Formen und Farben gibt. Diese habe ich von meiner Freundin zum Einzug geschenkt bekommen mit dem farblich perfekt passenden Übertopf für mein neues Zimmer. Die Marionette stammt aus einem thailändischen Puppentheater. Ich habe sie vor vielen Jahren auf einer meiner Asienreisen gefunden und musste sie unbedingt mitnehmen. Jetzt hat sie endlich einen Platz gefunden, wo sie gut zur Geltung kommt und auch noch in das Farbkonzept passt. Nach einem Ganesha habe ich sehr lange gesucht und bin schließlich in einem Geschäft für asiatische Dekostücke und Möbel in Hamburg fündig geworden. Er ist zwar nicht rosa, musste aber unbedingt auf meinem Bücherregal stehen. Mein Yoga-Affe erinnert mich immer daran, zwischendurch einmal inne zu halten und auf mich zu besinnen. Ich denke, das hatte meine Freundin mit ihrem Geschenk auch bezweckt… Außerdem passt er perfekt zu meiner Schreibtischlampe im Industriestil. Hier findet auch das Kissen für unsere Hochzeitsringe seinen Platz und erinnert mich täglich an diesen traumhaft schönen Tag. Die Schneiderpuppe habe ich nach langer Suche auf Ebay Kleinanzeigen gefunden. Sie heißt Anna und trägt hin und wieder gerne meine fertiggestellten Strickkreationen 😉 DIY Alten Schrank mit Kreidefarbe streichen Ich mag keine klassischen „Büroschränke“ und da ich zusätzlich zu dem Kleiderschrank für unsere Jacken, der in keinem anderen Zimmer einen Platz gefunden hat, die Wände nicht noch mit einem weiteren großen Schrank zustellen wollte, wusste ich nicht so recht, wie ich Ordner, Dokumente und den üblichen Büro-Krims-Krams verstecken verstauen kann. Wie der Zufall es wollte, gestalteten unsere lieben Freunde gerade ihr Arbeitszimmer neu und dieser geräumige (aber nicht zu wuchtige) Wäscheschrank aus massivem Kiefernholz sollte ausgemustert werden, da er nach der Renovierung nicht mehr zur Einrichtung passte. Ich habe sofort „hier“ geschrien und nachdem ich ihm mit Kreidefarbe und Porzellangriffen(*) einen neuen Look verpasst habe, ist er perfekt für mein Zimmer. Ich habe das erste Mal Kreidefarbe von Rust-Oleum (*) benutzt und bin ganz begeistert von diesem Lack. Er hat ein wirklich supermattes Finish und lässt sich sehr gut und einfach verarbeiten. Um die Maserung und dunkle Farbe des Kiefernholzes komplett abzudecken, habe ich zwei Schichten der Kreidefarbe gestrichen. Auf den Versiegelungslack habe ich verzichtet, da ich den Anstrich so matt wie er jetzt ist am schönsten finde. Vor dem Streichen habe ich die Oberflächen mit E.S.P. von Watrol(*) abgewischt. Das ersetzt das Anschleifen der Flächen vor dem Streichen und funktioniert super. Viel Platz für meine Hobby Utensilien Natürlich darf auch ein Platz für meine Wolle nicht fehlen. Die beiden Kallax Regale standen vorher nebeneinander in unserem Gästezimmer. Aus Platzgründen habe ich sie hier übereinander gestellt und in den Boxen meinen Wollvorrat sowie einige Utensilien verstaut. Ich hoffe, Euch hat der kleine Einblick in meinen Hobby(t)raum gefallen und freue mich auf Eure Meinung zu den Einrichtungs- und Dekoideen. Teile diesen Beitrag Das könnte Dir auch gefallen: Schreibe einen Kommentar Antworten abbrechen Du bist angemeldet als theorganizedcoziness. Dein Profil bearbeiten. Abmelden? Erforderliche Felder sind mit * markiert Recipe Rating Message*  Ja, füge mich zu der Mailingliste hinzu! Δ Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Wie aus einem Gedanken ein Wunsch und schließlich Wirklichkeit wird

Mrs.Squirrel Diesunddas Dorfleben

Kennt Ihr das, wenn man plötzlich so einen Gedanken hat, dass man dies oder jenes gerne haben, machen, erleben oder verändern möchte? Es fängt ganz klein an, mit einem kurzen flüchtigen „Das ist ja toll“-Gefühl. Man vergisst es wieder und irgendwann kommt dieser Gedanke zurück und wird zu einem Wunsch. Man denkt intensiver über dieses Thema nach und so langsam stellt man sich vor, wie es wäre, wenn dies oder jenes so oder so wäre. Und, ist der Kopf erst einmal so richtig infiziert mit diesem Wunsch, beginnt man an der Erfüllung zu arbeiten. Schmiedet Pläne, ergreift die Initiative, um dieses nunmehr konkret gewordene Vorhaben in die Tat umzusetzen. Manchmal braucht es für diese Transformation eine sehr lange Zeit. Manchmal geht es ganz schnell und in einigen Fällen unterstützt einen sogar Schicksal, indem es unvorhergesehene Ereignisse parat hält, die einem den Entschluss zur Umsetzung enorm erleichtern. Die Gedanken sind frei Auch bei mir (oder besser uns) fing es ganz harmlos an. Im vorletzten Jahr war ich bei einer lieben Freundin zu Besuch, die kurz davor stand, ihr Haus, welches sie bisher zur Miete bewohnt hatte, zu kaufen. Wir unterhielten uns über das Thema Wohnen im Allgemeinen und ob es nun besser wäre, in einem Haus oder einer Wohnung zu leben. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich nicht im Traum daran, ein eigenes Haus haben zu wollen. Ja, es gefiel mir, aus ihrem Wohnzimmerfenster hinaus in den Garten und über die Felder zu schauen. Ja, sicherlich war es schön, niemanden über, neben oder unter sich zu haben, dessen Leben man durch die Wände mit erlebte. (Anmerkung: Liebe ehemalige Nachbarn, das bedeutet nicht, dass Ihr übermäßig laut oder auffällig gewesen seid!! Ich wohnte gerne mit Euch „zusammen“ und vermisse Euch!!!) Aber ich wollte kein Eigentum. Und das auch nicht nur aus Gründen des fehlenden Kapitals. Meine Eltern hatten ein Haus und ich war nie wirklich scharf darauf, es zu übernehmen. Im Gegenteil, ich half ihnen beim Verkauf und freute mich, dass sie nun genug Geld hatten, sich einen schönen Lebensabend zu gestalten. Einige Monate später saßen wir, dieses Mal gemeinsam mit unseren Männern, bei ihr im Garten und genossen das schöne Wetter. Es gab Leckereien vom Holzkohlengrill (bei uns ging nur elektrisch oder Gas auf dem Balkon) und die Hunde spielten auf dem Rasen oder ließen sich einfach an einem schattigen Plätzchen unter Bäumen zur Seite fallen, um auszuruhen. Auf dem Heimweg sagte mein Mann: „Schon schön so ein Garten.“ Ich pflichtete ihm bei, ohne jedoch einen weiteren Gedanken daran zu verschwenden. In diesem Sommer besuchten wir eine meiner langjährigen engsten Freundinnen. Vor gut zehn Jahren hatten sie sich den Traum vom eigenen Haus erfüllt und es genau nach ihren Wünschen auf einem großen Grundstück am Ende eines kleinen Dorfes in der Nähe von Schleswig errichtet. Wieder genossen wir den Sommertag im Garten, wieder gab es Leckeres vom Holzkohlengrill und wieder sprang unser Hund vergnügt über den Rasen und untersuchte interessiert alle Büsche und Sträucher. Auf dem Heimweg sagte mein Mann abermals: „Schon schön so ein Garten.“ Und wieder pflichtete ich ihm bei. Dieses Mal jedoch setzte sich der Gedanke fest, bei uns beiden. Tage später saßen wir auf unserem Balkon und schauten durch das direkt daneben aufgestellt Gerüst in unseren kleinen Gemeinschaftsgarten. Nicht nur, dass die Dacharbeiten an unserem Mehrfamilienhaus sich bereits über mehrere Wochen hinzogen, gerade hatte uns der Vermieter eröffnet, dass unser kleines Badezimmerfenster aufgrund der Dachsanierung einem Lüfter weichen müsse und die neuen Fenster in der restlichen Wohnung leider mit aufwändigen Abrissarbeiten in unserem Wohnzimmer einhergehen würden. Einer unserer Vormieter hatte eine Trockenbauwand vor der eigentlichen Wand gezogen und diese leider so gebaut, dass ein Austausch der Fenster unmöglich war. Somit müsste der Trockenbau an zwei Wänden komplett entfernt und alles neu verputzt, tapeziert und gestrichen werden. Wir waren nicht nur schockiert, sondern, gelinde gesagt, total genervt. Seit einigen Tagen hatten wir kein warmes Wasser, da eine neue Heizungsanlage eingebaut wurde, die leider nicht so richtig funktionierte. Und auf Nachfrage, wie es denn nach den ganzen Modernisierungsarbeiten mit der Miete aussehen würde, gab es die klare Antwort, das natürlich die Miete beträchtlich erhöht werden würde. Somit wussten wir schon, dass die Wohnung über kurz oder lang für uns nicht mehr tragbar wäre. Hinzu kam, dass ich an schlechten Tagen die zahlreichen Stufen zu unserer Wohnung immer schwerer bewältigen konnte. Irgendwann schlagen die Gedanken Purzelbäume Und so sehr wir unsere Wohnung auch liebten, die Summe dieser Umstände trug entscheidend dazu bei, dass aus dem Gedanken nun ein Plan entstand. Wir wollten nichts kaufen, dafür fehlt uns nach wie vor das nötige Geld. Auch ein modernes neues Haus zur Miete schwebte uns nicht vor, da wir nur über begrenzte monatliche Mittel verfügen. Außerdem sollte es nicht zu weit weg von unserem jetzigen Wohnort sein, gerne aber noch ein bisschen ländlicher gelegen. Feldrandlage wurde zu einem unserer Schlagworte bei der Immobiliensuche. Auch sollte es gerne ein alleinstehendes Haus sein, kein Doppelhaus, kein Reihenhaus. Und zu guter Letzt alle Zimmer auf einer Ebene haben. Wenn wir schon umziehen würden, dann sollte es bitte auch gleich „behindertengerecht“ sein. Wer weiß schon, wie es in den nächsten Jahren mit mir und meiner Erkrankung weiter geht. Wir schauten täglich in allen verfügbaren Immobiliensuchmaschinen, ob es nicht ein kleines bezahlbares Häuschen für uns geben würde. Schnell stellten wir jedoch fest, Dorf- und Feldrandlage sind, nicht nur bei uns, äußerst begehrte Attribute. Sicherlich gab es etliche günstige Häuschen zur Miete, die fast alle Kriterien erfüllten. Aber eben leider nur fast… Die meisten lagen einfach zu weit ab vom Schuss. Wären wir bereit, Richtung Itzehoe, Pinneberg oder Nordsee zu ziehen, hätten wir innerhalb weniger Tage ein passendes Domizil gefunden. Das, was jedoch in unserer Nähe preiswert angeboten wurde, beinhaltete viele negative Eigenschaften. Entweder waren die Häuser feucht (von außen ein wunderschöner Bungalow, innen eine Luftfeuchtigkeit von 70 %), lagen direkt auf dem Hof einer Schweinemastanlage (hat da schon mal jemand tief Luft geholt???), waren so begehrt, dass mit uns weitere 20 Personen beim Besichtigungstermin erschienen oder befanden sich

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